MODUL GEIST: „Mystik to go“ – das immerwährende Jesusgebet

Es erstaunt mich immer wieder, wie viele Menschen ganz offenbar ein starkes Problem mit dem Warten haben. Oder mit dem Aushalten von Untätigkeit. Oder Stille.

Beispiel 1: Neulich an der Kasse im Supermarkt: drei Leute vor mir und zwei hinter mir. Eine ältere Dame klagt laut, bevor sie sich ebenfalls anstellt: „Oje, die Schlange wird ja immer länger.“ Sie jammerte so lange, bis ein Herr sie vorließ. Dabei war ich mir sicher, dass diese Frau aufgrund ihres Alters schon mindestens zehn Jahre lang in Rente sein musste. Dennoch: Auch so kurzes Warten war eine Qual für sie.

Beispiel 2: Ein einziges Mal erlaubte ich mir als Pfarrerin das Eingangsgebet, das bei uns üblicherweise laut vom Pfarrer vorgetragen wird und durch ein kurz gehaltenes Schweigen beendet wird, durch eine längere Schweigephase von einer Viertelstunde zu ersetzen. Vom Küster erfuhr ich hinterher, dass ein älterer Mann, regelmäßiger Kirchgänger, sich beschwert hatte und drohte, dass er nie wieder käme, wenn das noch einmal geschehen würde. Das Schweigen muss schrecklich für ihn gewesen sein.

Beispiel 3: Du kennst sicher auch Menschen mit der Angewohnheit, immer etwas sagen zu müssen. Vielleicht bist du selbst manchmal einer davon? Wenn jemand neben dir sitzt oder geht, bist du kaum eine Minute still. Du redest irgendetwas, meist oberflächliches Zeug, das weder dich noch den anderen wirklich interessiert, Hauptsache, es ist nicht still.

Es gibt einen Weg dieses Leiden in pures Glück zu verwandeln. Es ist das Jesusgebet – oder Herzensgebet „to go“.

Statt quälender und bedrohlicher Leere finden wir eine gigantische Fülle und Tiefe in uns vor, von der wir nie genug bekommen können.

In einem Klassiker der spirituellen Literatur, „Aufrichtige Erzählungen eines russischen Pilgers“ geht es genau darum: Das immerwährende Jesusgebet. Es geht dabei – siehe dazu einführend auch meinen Artikel „Ruhegebet“ – um die ständige, an den Atem angepasste, Wiederholung des Namens Jesu oder eines anderen Mantras in Gedanken.

Ein unbekannter Verfasser berichtet von seinen Gebetserfahrungen. Früh Witwer geworden, beginnt er zu pilgern. In einer Kirche hört er eine Lesung, die ihn mitten ins Herz trifft.

16 Seid allezeit fröhlich, 17 betet ohne Unterlass, 18 seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.

Brief an die Thessalonicher, 5, 17

Die Frage, was das bedeuten soll, lässt ihn nicht mehr los. Er sucht so lange, bis er einen geistlichen Vater findet, der ihm erklärt, wie das möglich ist und ihm ein Buch empfiehlt, das ihm dabei hilft, es zu erlernen: Die Philokalie, eine Sammlung von Schriften heiliger Väter, die in die Gebetsform einführen. Ab sofort fast ununterbrochen betend und die Schrift studierend, wird zum Schüler und schließlich selbst zum Lehrer für viele. Das Praktizieren des Jesusgebetes wird zu seinem Lebensinhalt und verwandelt ihn nach und nach in einen anderen Menschen. Ein lesenswertes Buch, das sich noch einmal ganz anders und intensiver liest, wenn man selbst mit der Gebetspraxis beginnt.

Häufig finden wir die Angabe, dass empfohlen wird, zweimal am Tag für zwanzig Minuten das Jesus/Ruhe/Herzensgebet zu sprechen.

Zunächst empfand ich diese Angabe befremdlich, denn in der östlichen Theologie habe ich derartiges nie gehört oder gelesen. Dann habe ich es eine Weile probiert, auch wenn es mir schwer fiel, dieses Ritual täglich um dieselbe Uhrzeit einzuhalten – dafür war ich immer zu beschäftigt und zu chaotisch. Mit Kleinkind klappte es dann gar nicht mehr und ich war ratlos. Deshalb bin ich umso glücklicher, dass ich auf das Buch von Prof. Sabine Bobert gestoßen bin: „Mystik und Coaching mit MTP – Mental Turning Point.“ Sie beschreibt darin ihr Konzept moderner Mystik – einer Mystik to go. Sie schreibt darin im Vorwort:

Das Christentum ist keine Lehre, sondern in erster Linie eine Lebenspraxis, die auf die Vereinigung des Menschen mit Gott zielt…Es geht um eine Mystik, die mitten im urbanen Kontext eingeübt werden kann…aus einer lebendigen Mystik wird ein undogmatisches Christentum geboren, bei dem jeder seine Erfahrungen in eigene Worte fassen kann… Die neuen Mystikerinnen und Mystiker lassen den Streit über Begriffe hinter sich, weil sie durch Erfahren begreifen.

Das Jesusgebet wird nicht zu bestimmten Gebetszeiten gesprochen, sondern immer, wenn es möglich ist, auch an der Kasse, im Wartezimmer, vor dem Schlafengehen und und. Endlich kann also auch ich das Gebet wieder pflegen – viel länger und öfter als jemals zuvor und das trotz einem Kleinkind, das nahezu meine ständige Aufmerksamkeit einfordert.

Woher stammt dann aber die Empfehlung fester, zeitlich begrenzter Gebetsphasen?

Es geht darum, dass es tatsächlich möglich ist, es mit dem Gebet zu übertreiben. Dann drohen Gefahren auf dem Weg: Gesundheitliche und psychische Probleme bis hin zum Wahnsinn. Zum Glück gibt Prof. Bobert eine Liste von Anzeichen, an denen wir erkennen können, ob wir uns bereits in einer solchen Gefahrenzone bewegen. Wenn wir diese an uns bemerken, rät sie dazu, uns an einen erfahrenen Lehrer zu wenden und nur mit dessen Begleitung weiter zu praktizieren. Das finde ich eine wunderbare Lösung, die mich zu einem mündigen Menschen macht: Ich darf so viel beten, wie ich will, und mir wird zugetraut, selbst erkennen zu können, wann es zu viel des Guten war und Hilfe aufzusuchen. Denn das Problem ist nicht, dass viel Beten an sich schädlich werden könnte – ganz im Gegenteil wirkt es sogar äußerst positiv auf unsere Gesundheit -, sondern darum, dass die Entwicklung, die durch das Mantrabeten bei uns angestoßen wird, uns überfordern und überrennen kann. Wenn das Tempo unser Entwicklung durch das Non-Stop-Beten zu hoch wird, kann es sein, dass es uns nicht mehr gelingt, das Alte, was in uns hoch kommt, und das Neue, das entsteht, zu verarbeiten.

Ich kann deshalb nur dazu raten, dieses Buch zu kaufen, bevor ihr mit dem „Jesusgebet to go“ startet. Neben der besagten Liste findet ihr darin zahlreiche andere wertvolle Tipps, Erläuterungen und Hinweise sowie Erfahrungsberichte von Übenden. In Prof. Boberts Konzept ist das Jesusgebet nur ein, wenn auch der wichtigste Pfeiler, spiritueller Praxis. Während dieses den Geist/das Denken trainiert, gibt es zwei weitere Übungen innerhalb ihres Konzepts, einmal für den Umgang mit Gefühlen, einmal für die Stärkung des eigenen Willens, die ebenso mühelos in den Alltag integriert werden können. Ich berichte gerne an anderer Stelle über meine Erfahrungen damit.

Hier eine kurze Einführung durch Prof. Bobert selbst:

Warum lohnt es sich, es mit dem Jesusgebet zu versuchen?

Ganz einfach: Die meisten, die einmal ernsthaft damit angefangen haben, wollen nicht mehr damit aufhören. Das Jesusgebet bringt uns relativ schnell in einen Zustand, aus dem wir am liebsten nicht mehr herauskämen. Und nach und nach verändert es uns und unser Leben in einem positiven Sinn: Es verbessert nachweislich unsere Gesundheit, es macht uns psychisch heil und stabil, lässt uns in der Gegenwart ankommen und führt uns auf dem mystischen Entwicklungspfad über die Reinigung zur Erleuchtung.

Und im Gegensatz zu TM (Transzendentaler Meditation) müssen wir nicht erst Unsummen an Geld ausgeben, um darin geschult zu werden. Wenn wir uns je doch einen Lehrer wünschen oder ihn brauchen, dürfen wir einfach im Gebet um diesen bitten und können darauf vertrauen, dass er zur richtigen Zeit in unser Leben kommt.

Das Buch findet ihr hier:

https://www.vier-tuerme-verlag.de/religion-und-spiritualitaet/gebet-und-kontemplation/42/mystik-und-coaching-mit-mtp-mental-turning-point

Die kleine Philokalie und die „Aufrichtigen Erzählungen eines russischen Pilgers“ findet ihr u.a. hier:

https://edition-hagia-sophia.de/index.php/kleine-philokalie-betrachtungen-der-monchsvater-uber-das-herzensgebet.html

https://edition-hagia-sophia.de/index.php/aufrichtige-erzahlungen-eines-russischen-pilgers.html

Was meint ihr?

Integrale Theologie

Christian Schmill auf seinem Blog zum Thema „Integrale Theologie“.

schmillblog

weltreligionen Auf der Welt vorherrschende Religionen, nach Staaten – Quelle: Wikipedia; von Neitram [public domain]

„Integrale Theologie“ (oder „integral theology“). – Macht der Ausdruck Sinn? Braucht man, wenn man von der Integralen Theorie ausgeht, überhaupt noch Theologie?

Falls ja, wie müsste eine Integrale Theologie dann aussehen?

Theologie

Was war das noch mal, „Theologie“?

Theologie (griechisch θεολογία theología, von θεός theós ‚Gott‘ und λόγος lógos ‚Wort, Rede, Lehre‘) bedeutet „die Lehre von Gott“ oder Göttern im Allgemeinen und die Lehren vom Inhalt eines spezifischen religiösen Glaubens und seinen Glaubensdokumenten im Besonderen.

(Wikipedia)

Theologie an wissenschaftlichen Einrichtungen ist oft konfessionelle Theologie (Ev. Theologie, Kath. Theologie, …) und beschäftigt sich viel mit alten Dingen: Alte Sprachen, antike heilige Texte, Alte Geschichte, Kirchengeschichte, …

Was aber ist mit der religiösen Alltagswirklichkeit und der Zukunft? Müsste die praktische Theologie und die Eschatologie nicht mehr Gewicht in der theologischen Ausbildung haben? Wie sieht es aus…

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Die Eine Welt – das Eine Christentum!? Teil II

Ich gehe davon aus, dass all unseren Religionen ähnliche spirituelle Erfahrungen vorausgehen. Doch diese Erfahrungen sind unterschiedlich intensiv und tief. Für das im Geiste Geschaute und mit dem Herzen Begriffene wird nach passenden Wörtern und Ausdrucksweisen gesucht und gerungen. So forscht man gemeinsam danach, ob man auch dasselbe erfahren hat. Entdeckt man Ähnlichkeiten, entstehen Glaubensbekenntnisse, die gemeinsam gesprochen werden.

Die Begriffe für das Erlebte und die daraus abgeleiteten Theorien und Gedankengebäude fallen allerdings – dem völlig anderen Umfeld entsprechend – unterschiedlich aus.

So haben sich über die Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg zahlreiche Frömmigkeitsstile und – praktiken entwickelt. Aus einer Gewissheit, die aus einer Begegnung mit Gott geboren wurde, bildete sich eine Ansammlung von Lehren und Spekulationen. Erfahrungen wurden dadurch leicht mit einer Meinung verwechselt, über die man streiten könne.

So wittert der eine in den Worten des anderen überall die Häresie, ein Abkommen von der „reinen“ Glaubenslehre, eine Entstellung dessen, was er selbst für wahr und richtig hält.

Schwierig wurde und wird es, wo die Wahrnehmung der Andersartigkeit dazu führt, dass ein Christ, eine Kirche sich über einen anderen Christen, eine andere Kirche erhebt oder ihm und ihr gar das Christ bzw. Kirche-Sein abspricht.

Beispiele dazu gibt es zuhauf. Denken wir nur an den Dreißigjährigen Krieg, die Verfolgung der Hugenotten in Frankreich, die Inquisition in Spanien, der Nordirlandkonflikt oder einfach an den alltäglichen Ausschluss anderer Konfessionen vom Abendmahl.

Auf dem 2. Vatikanischen Konzil wird in dem sog. Dekret über den Ökumenismus behauptet:

Denn nur durch die katholische Kirche Christi, die das allgemeine Hilfsmittel des Heiles ist, kann man Zutritt zu der ganzen Fülle der Heilsmittel haben…

Unterschiede in den Glaubenslehren lassen sich an den Bekenntnissen, Lehrtexten und der gepredigten Theologie ablesen. Aber werden diese Inhalte auch von den einzelnen Gläubigen so geglaubt und könnten diese ihn so in Worte kleiden, dass ein anderer verstünde, worin der Unterschied zu seinem Glauben liegt?

Aber nicht nur die Gedanken, auch die Erfahrungswelten entwickelten sich auseinander. 

Das kann jeder bestätigen, der einmal den Gottesdienst einer amerikanischen Baptistengemeinde mit einer griechisch-orthodoxen Liturgiefeier vergleichen konnte. Andere Schwerpunktsetzungen führen zu unterschiedlichen Ritualen und Gebräuchen, die wiederum unterschiedliche Sinneseindrücke und veränderten Erlebnischarakter besitzen. Bei diesen so unterschiedlichen Festen mutet es an wie ein Wunder, das beide Male Jesus – ein und derselbe Mensch – verkündigt und gefeiert wird.

Unterschiede in Kleidung, Gebräuchen und Gottesdienstformen und -ablauf sind weit offensichtlicher als dahinter stehende Überzeugungen.

Vertraute Formen sind vielen mindestens ebenso wichtig wie von früh auf gelernte Glaubenssätze. Sie bilden eine Art „spirituelle Heimat“. Doch die Auseinandersetzung mit dem Fremden kann ungeahnte spirituelle Erlebnisse hervorrufen und unseren Geist weiten. Plötzlich fragen wir uns vielleicht das erste Mal:

Warum bist du eigentlich evangelisch oder orthodox oder reformiert oder Baptist oder oder oder?

Und warum überhaupt bist du Christ? Und nicht Hinduist, Buddhist, Moslem, Agnostiker oder Atheist?

Der russische Religionsphilosoph Simon Frank merkt zu Recht an:

Wenn ich nur deshalb Christ bin, weil ich in einer christlichen Familie und in einer von christlicher Kultur geprägten Umwelt geboren und aufgewachsen bin, mich an sie gewöhnt und sie lieb gewonnen habe, und wenn alle andere allein aus diesem einzigen Grund bei ihren diversen anderen Glaubensbekenntnissen bleiben, dann werden alle Bekenntnisse auf der Welt leer und bedingt, ein zufälliges Ergebnis der historischen Umstände, und wir haben keinerlei Garantie dafür, dass eines von ihnen wahr wäre. (Auszug aus: Simon Frank. Mit uns ist Gott. Drei Betrachtungen. In eigener Übersetzung aus dem Russischen.)

Eine Vision von mir – ein Lebenstraum sozusagen, der einzig an fehlenden finanziellen Mitteln scheitert – ist es, ein Museum, ein Haus der Weltreligionen und Konfessionen zu gründen, wo durch moderne Erlebnispädagogik ein Hauch von dieser Vielfalt sichtbar, fühlbar und spürbar für die Besucher werden könnte; außerdem ein Haus, wo Raum wäre für direkte Begegnung und Dialog im Geiste der gegenseitigen Wertschätzung.

Denn ich glaube, dass ein richtig integrales Christentum nur auf der Basis einer gründlichen Auseinandersetzung mit dem Vorausgehenden und einer echten Versöhnung der Konfessionen entstehen kann. Nur dann kann von einer gelungenen „Integration“ aller Aspekte und Teile von „Kirche“ die Rede sein. Andernfalls entsteht lediglich eine weitere Kirche neben anderen.

Übung zur Erleuchtung: Wer bin ich?

Heute möchte ich euch eine Methode vorstellen, die dazu geeignet ist, uns direkt, effektiv und sofort mit der Wahrheit, dem Göttlichen etc. zu verbinden, sprich: Die uns direkt in die Erleuchtung bringen kann. Klingt gut, was? 😉

Tatsächlich ist es die einfachste und gleichzeitig vielleicht anspruchsvollste geistige Übung überhaupt. Von einigen wird sie die „Methode der Disidentifikation“ genannt, bei Psychologen (Roberto Assagioli, Hans Piron) ist auch von der „Psychosynthese“ die Rede. Es bedeutet, dass wir uns auf die Suche nach unserem eigenen „Ich“ begeben. Wo kommt es her, dieses „Ich“? Was macht es aus – und was nicht?

„Disidentifikation“ heißt die Methode, weil derjenige, der die Übung macht, sich immer mehr bewusst macht, wodurch er sich identifiziert und diese Identifikationen nach und nach wieder fallen lässt. Ken Wilber selbst beschreibt das in „Wege zum Selbst. Östliche und westliche Ansätze zu persönlichem Wachstum“ so:

Ich habe einen Körper, aber ich bin nicht mein Körper. Ich kann meinen Körper sehen und fühlen, und was gesehen und gefühlt werden kann, ist nicht der wahre Sehende. Mein Körper mag müde oder erregt, krank oder gesund, schwer oder leicht sein, aber das hat nichts mit meinem inneren Ich zu tun. Ich habe einen Körper, aber ich bin nicht mein Körper…

Im Grunde genommen passiert etwas Ähnliches bei egal welcher Meditation. Und eigentlich lässt sich diese Übung nicht verschriftlichen. Denn es geht um einen geistigen Prozess, der sich jenseits der Welt der Sprache abspielt. In dieser Ebene des reinen „Wahrnehmens“ lassen wir Gedanken, die sich in Sätze kleiden ließen, hinter uns. Doch beginnen könnte diese Übung in meinem Fall zum Beispiel so:

Ich bin nicht mein Körper. Mein Körper ist 32 Jahre alt. Mein Körper ist weiblich, 1,61, hat die und die Gestalt, diese Füße, diese Augen, diese Haare. Manchmal hat der Körper Schmerzen – aber ich bin nicht dieser Schmerz, denn der Schmerz vergeht.

Hätte ich keine Augen mehr, wäre ich immer noch ich. Wäre ich hässlich einstellt, wäre ich immer noch ich. Würde ich mich operieren lassen und zum Mann machen, wäre ich immer noch ich. Was müsste mindestens von meinem Körper übrigbleiben, damit noch ein ich da ist? Oder wäre auch noch ein ich da, wenn mein Körper ganz tot wäre? Bin ich dann weg, wenn mein Körper im Grab liegt?

Ich bin nicht meine Gedanken oder Überzeugungen. Diese wandeln sich im Laufe der Zeit durch die Begegnung mit anderen Menschen, von denen ich etwas Neues lerne und übernehme, Gedanken sind frei und beweglich, Gedanken können sich allmählich oder auch ganz schnell ändern. Meinen Gedanken kann ich zuschauen, wie sie kommen und gehen und ich kann sie beurteilen.

Ich bin nicht meine Erinnerungen. Denn diese ändern sich durch meine interpretatorischen Gedanken. Meine Erinnerungen sind irgendwo gespeichert und ich rufe sie ab, aber das bin nicht ich.

Ich bin nicht meine Gefühle. Ich kann lernen, meine Gefühle zu steuern, sie zuzulassen oder abzulehnen. Ich bleibe ich, auch wenn ich emotionslos bin. Ich nehme Gefühle wahr,

Ich bin nicht meine Wünsche. Vieles, was ich mir gewünscht habe, wollte ich heute nicht mehr. Selbst der eine Wunsch, den ich seit Kindheit in mir trage, ist nicht mehr derselbe Wunsch geblieben, sondern hat sich meiner Entwicklung angepasst.

Ich bin nicht mein Name. Ich könnte ihn ändern lassen, ich blieb ich.

Im Tiefschlaf bin ich keine bestimmte Person, ich wechsle beständig die Identität, und doch liebe ich diesen Zustand, wo ich absolut niemand bin und nichts tun oder sein muss und doch ich bleibe.

Bin ich das Wahrnehmende und Beobachtende? Das Bewusste?….

Die Kurzform dieser Übung wäre, einfach nur den Satz zu denken: „Ich bin, ich existiere“ und dann auf die Empfindung zu achten, die sich einstellt, eine Empfindung des reinen „Seins“ oder „Gewahrseins“ oder „Wahrnehmens.“

Mir hilft es dabei auch, mich so Dinge zu fragen wie: „Ist diese Empfindung dieselbe wie damals, als du zehn Jahre alt warst und dieses und jenes erlebt hast?“ und „Bleibt diese Empfindung gleich, egal, was ich gerade tue oder denke?“

Tatsächlich ist es bei genügend Konzentration möglich, durch diese Übung dahin zu gelangen, dass wir, statt in Schmerzen, Sorgen oder Ängsten aufzugehen, diese nur noch wie von außen beobachten können. Wir verlieren, wie es so schön heißt, die „Anhaftung“ an die Dinge, unser Ego, an Raum und Zeit. Wir nehmen uns als zeitlos, grenzenlos und unvergänglich wahr.

Vorwarnung: Obwohl die Übung in ihrem Kern vollkommen einfach ist, tun sich die meisten damit unendlich schwer. Das liegt daran, dass wir es nicht gewöhnt sind, uns mit nichts zu identifizieren. Normalerweise gehen wir so in unseren Gedanken, Umständen, Schmerzen, Zielen etc. auf, dass eine Distanzierung davon zunächst unmöglich erscheint.

Da ich zwar von dieser Übung fest überzeugt bin, aber noch lange keine Meisterin, möchte ich auf einen solchen verweisen:

Ein wahrer Meister dieser Übung ist Mooji, ein Meister der indischen Advaita-Tradition. Ich kann wärmstens empfehlen, diesen einmal auf YouTube zu erleben. (Oder live, dann wärt ihr mir voraus.) Er wurde 1954 in Jamaica geboren und durch die Begegnung mit einem christlichen Mystiker zum Wahrheitssucher. Heute strömen zahlreiche Menschen zu ihm, um von ihm zu lernen, weil sie ihn als eine Art „Verkörperung der Wahrheit“ erleben. Die Besonderheit bei ihm ist, dass er immerzu warmherzig, humorvoll und unermüdlich darum bemüht ist, dem anderen zu helfen, durch Selbst-Erforschung sich selbst zu entdecken und zu finden.

Siehe dazu auch: http://www.mooji.org

Oder Literatur auf deutsch: Bevor ich bin. Die direkte Erkenntnis der Wahrheit, Mooji 2012.

Wo ist die Mystik hin?

Als ich vorletztes Jahr bei einem Abend der Landfrauen auf dem Dorf einen Vortrag halten durfte, verwendete ich die Worte „Mystik“ und „mystisch.“ Niemand fragte nach, doch eine Woche später erzählte mir eine Frau am Telefon, dass ihr – und auch einigen anderen – dieser Begriff übel aufgestoßen sei. „Mystik“ – da denke sie an „Mystery Thriller“ und dergleichen. Damit könne sie gar nichts anfangen, meinte sie hörbar empört. Ich bedankte mich für ihre, wenn auch etwas verspätete, Offenheit. Mir wurde klar, wie wenig selbstverständlich die Verwendung des Begriffes „Mystik“ in seiner ursprünglichen Bedeutung heute in unserer Sprache geworden ist. Auch innerhalb der Kirche. Keiner redet mehr – fast keiner weiß offenbar mehr etwas von den „Mystikern“.

Der Dekan fand wenig später an meiner Predigt zum Thema „Mystik“ auszusetzen, dass doch nur sehr wenigen Menschen solche Erfahrungen zuteil würden und ich deshalb doch bitte noch über Erfahrungen sprechen solle, die jeder und jede kennt.

Das halte ich für einen fatalen Irrweg. Diese Gipfelerfahrungen, diese Erfahrungen von Einheit, göttlicher Liebe und Nähe, von Glückseligkeit und tiefem Frieden etc. lassen sich eben gerade nicht mit Alltagserfahrungen vergleichen.

Nicht umsonst kommt das Wort von dem griechischen „Mysterion“, Geheimnis.

Sie bleiben unaussprechlich, unbeschreibbar. Sie durchbrechen unseren Alltag und unser gewohntes Denken. Sie tragen uns in andere Dimensionen des Seins und verändern uns grundlegend: unsere Einstellungen, unser Lebensgefühl, unser Verhalten. Diese Erfahrungen Einzelner liegen unseren Religionen zugrunde. Diese lassen uns die heiligen Schriften anders verstehen. Keine Predigt kann diese ersetzen – im Gegenteil: Jede Predigt müsste auf diese Erfahrungen verweisen und zu ihnen hinführen und anleiten! Denn zu einem Geheimnis gehört jemand, der einen in das Geheimnis einweiht.

Mysterium heißt auch Geheimlehre, Geheimkult.

Denn auch wenn ich mystische – wir können auch spirituelle sagen – Erfahrungen jederzeit machen kann, ohne dass ich dazu die Hilfe von jemandem bräuchte, so hilft es mir doch, wenn ich diese hinterher mit jemandem zusammen deuten und einordnen kann, jemandem, der ähnliche Erfahrungen ebenfalls kennt.

Und wenn ich mich danach sehne, derartige Erfahrungen häufiger zu machen und diese intensiver zu erleben, so brauche ich jemanden, der mir eine Praxis, der mir bestimmte Techniken dazu vermittelt.

Einen Mystagogen, einen „ins Geheimnis Einführenden“.

Einen geistlichen Vater, eine Begleiterin. Heute, so scheint mir, wurde diese Funktion fast vollständig von Coaches übernommen. Viele moderne Coaches lehren den Weg nach innen und das viel spannender und überzeugender als die meisten Pfarrer unserer Kirche. Ich frage mich, ob diese derzeit nicht eher die modernen Geistlichen sind? In der Kirche lehne ich mich zurück und lasse einen „quatschen“, im Coaching, für das ich extra Geld bezahle, strenge ich mich an, um in meinem Leben vorwärts zu kommen?

Es gibt nur einen Weg zu Gott, Unserem ewigen Vater, den Weg nach innen. Als Jesus von Nazareth sagte Ich: „Das Reich Gottes ist inwendig in euch.“ Wer dieses innere Reich erlangen möchte, der muß den Läuterungspfad beschreiten, der ausschließlich nach innen geht; zum Urlicht der Seele, zur Gottheit im Menschen. (…)

Es bedarf großer Mühe, beständiger Selbstkontrolle und äußerster Selbstdisziplin, um die inneren Kräfte, die Kräfte der Seele, zu entwickeln. Der auf dem Weg nach innen Wandelnde muß unermüdlich an sich arbeiten und an seinem eigenen Ich rütteln. Dieser Weg nach innen, zum Reiche des Lebens, wurde zu allen Zeiten vom ewigen Geist gelehrt. Aber die Masse der Menschen wie auch die kirchlichen Obrigkeiten bejahten diesen Weg nach innen nicht, da sie nicht bereit waren, die Läuterung und Reinigung der Seele auf sich zu nehmen. All jene, die die Welt mehr liebten als Gott, ihren Vater, taten den Weg zum inneren Reich des Lebens als nichtexistent ab.

Gabriele Wittek, Mysterienschule

Die Theologieprofessorin Sabine Bobert weist auf ein interessantes Phänomen hin, wenn sie in ihrem Aufsatz „Mystik als Gegenstand nichttheologischer Wissenschaften“ schreibt:

Während die gelebte Spiritualität als akademisches Thema in der Theologie eher ein Randdasein fristet, boomt das wissenschaftliche Interesse daran in anderen Wissenschaftszweigen seit den 1990er Jahren. Vor allem Psychologie und Neurowissenschaften interessieren sich für kontemplative Erfahrungen.

Tatsächlich ist das Interesse an christlichen Meditationsformen in der evangelischen Theologie eher rar.

Als einer meiner ehemaligen Kollegen es auf einer Pfarrerfortbildung zum Thema „Seelenruhe“ wagte, das Wort „Meisterschaft“ in den Weg zu nehmen, erntete er heftigen Widerstand. Das widerspräche der Lehre, das wir vor Gott alle gleich seien und bis an unser Lebensende unperfekt blieben. So richtig letzteres sein mag, so richtig ist gleichzeitig jedoch die Erfahrung, dass dem eben gleichzeitig doch nicht so ist: Nicht jeder Mensch, sondern im Gegenteil nur sehr wenige scheiden aus diesem Leben vollständig versöhnt, selig und glücklich. Einigen jedoch gelingt es, einige erlangen schon zeit ihres Lebens „Seelenruhe“ und strahlen diese auch aus. Der Heiligenschein ist Zeugnis von diesem Phänomen, denn er symbolisiert das strahlende Licht, das von einem solchen Menschen ausgeht. Die Heiligenverehrung hat – jenseits ihres Missbrauchs – eine tiefe Berechtigung, denn wir Menschen brauchen Vorbilder, Bilder, die uns zeigen, was für uns Menschen alles möglich ist. Ein Mensch, in dem sich Schönheit, Güte und Liebe manifestiert hat, wird andere Menschen dazu animieren, diese Qualitäten ebenfalls anzustreben. Und das viel wirksamer als jede Predigt es je könnte.

Als Bild zu diesem Beitrag habe ich deshalb ein Porträt gewählt, das ich nach einem Foto eines orthodoxen Mönches angefertigt habe, der auf seinem Sterbebett liegt und mit einer nahezu faltenfreien Haut in die Ewigkeit zu blicken scheint. Ein schönes Bild für mich – eine Vision, an der ich mein Leben ausrichten kann: So friedlich und erwartungsvoll zu sterben.

Ja, wir sind alle gleich viel wert, aber deshalb nicht gleich. Der Mensch entwickelt sich, und er entwickelt sich nicht nur körperlich und geistig, sondern auch spirituell. Und dazu braucht es eine passende Gemeinschaft, den richtigen Nährboden, damit der Same aufgehen kann und nicht verdorrt.

Wenn wir nicht darüber sprechen, was mystische Erfahrungen sind, was sie auszeichnet und wie man diese öfter erleben kann, fehlt uns das elementare Verständnis dafür, was unserer Religion zugrunde liegt. Über derartige Erfahrungen zu sprechen könnte uns einander näher bringen, tieferes Verständnis aufschließen und zuletzt sogar euphorisch stimmen.

Religion als Förderband: Mittel zur Bewusstseinsentwicklung der Menschheit

Vor kurzem hatte ich eine interessante „Diskussion“ auf Facebook (von einer echten Kommunikation ist das ja immer weit entfernt). Jemand meiner „Freunde“ hat gepostet, Religionen gehörten nicht ins 21. Jahrhundert, denn sie würden Menschen „untereinander trennen“ und seien „hauptverantwortlich für all das Elend auf der Welt“. Bezeichnenderweise antworteten außer mir auf diesen Post nur Gleichgesinnte, die sofort mit in das selbe Horn bliesen.

Eine differenzierte Sichtweise – Fehlanzeige.

Auf meinen Einwand, dass Religionen eine maßgebliche Rolle dabei spielen, das menschliche Bewusstsein zu formen – Widerrede, jedoch leider ohne Gegenargument.

Weil mir eine solche Sichtweise nicht zum ersten Mal begegnet, möchte ich erläuterten, warum ich anderer Ansicht bin und das mit einigen Buchtipps verbinden.

Nach der integralen Theorie – die, wie bereits beschrieben, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen der Entwicklungspsychologie beruht – gibt es „DIE Religion“ nicht. Menschen haben ihren Schwerpunkt auf verschiedenen Bewusstseinsebenen und interpretieren und leben religiöse Inhalte und Praktiken von diesen aus.

Nicht „DAS Christentum“ formt also den Menschen, sondern der Mensch formt zunächst das Christentum. Und das selbstverständlich vom ersten Tag an, als die ersten Jünger sich Jesus anschlossen und ihn jeweils auf ihre eigene Art und Weise und von dem Level aus, auf dem sie standen, her verstanden. Das schlägt sich in den Evangelien und Briefen nieder. Auf deren schriftliche Hinterlassenschaften sind wir heute angewiesen, wenn wir uns überhaupt in irgendeiner Form auf Jesus beziehen wollen. Diese beständige Wechselwirkung wird von Menschen, die „DAS Christentum“ oder „DIE Religion“ kritisieren, völlig außer Acht gelassen: Christentum ist das, was DU daraus machst. Der Rezipient ist mit dem Inhalt untrennbar verbunden. Und was „DIE Kirche, die Gemeinschaft“ (die es also solche nicht gibt) aus dem Christentum machen, ist das Resultat vieler einzelner Bewusstseine, die zusammen eine Art Gruppenbewusstsein formen.

Jeder, der schon einmal mindestens in zwei verschiedenen Kirchengemeinden unterwegs war, wird wissen, was ich meine, wenn ich sage, dass dieses Gruppenbewusstsein sich immens unterscheiden kann und das innerhalb ein und derselben Konfession.

Nach Ken Wilber, „Integrale Spiritualität“, hat die Religion die Eigenschaft, dass sie als Förderband dienen kann, d.h. sie kann die Entwicklung der Menschheit vorantreiben. Sie kann Menschen helfen, sich von einer magischen Stufe zu einer rationalen, pluralistischen etc. Ebene zu bewegen. Das ist zumindest das, was sie tun sollte. Aber kann sie das auch?

In der Vergangenheit ist es Tatsache. Menschen, die auf „DIE Religion“ schimpfen, vergessen, dass in unserer Welt zumindest geschichtlich es tatsächlich Religionen waren, die das Bewusstsein der Menschen mit geformt haben. An dieser Tatsache kann kein ernsthafter Mensch zweifeln. Denn um zu beweisen, dass all diese Entwicklungen und Ideen auch ohne Religionen möglich gewesen sein könnten, müsste man eine zweite, andere Welt erschaffen, die ohne Religionen auskommt.

Um diese Tatsache zu belegen, empfehle ich folgende Bücher, die sich mit dem Beitrag des Christentums und/der Bibel zu der Entwicklung der menschlichen Kultur, Zusammenlebens und Denkens beschäftigt haben. Mir erscheint es zunehmend befremdlich, wie viele Menschen von diesem Beitrag nichts mehr wissen wollen, d.h. nichts davon wissen und dieses Nichtwissen auch noch mit Stolz zur Schau tragen.

Das Buch der Mitte: Wie wir wurden, was wir sind: Die Bibel als Herzstück der westlichen Kultur, Vishal Mangalwadi, 2011

Sehr spannend erzählt, erhellend und begeisternd. Geschrieben aus der Sicht eines Christen, der in einer Gesellschaft lebt, die hauptsächlich durch den Hinduismus geprägt ist: Indien. Sehr bereichernd ist der daraus resultierende Vergleich zwischen der östlichen und westlichen Kultur und die Frage, wie diese Unterschiede sich durch die Botschaften der jeweiligen Religion erklären lassen. Er beschreibt die Bibel als ein kulturprägendes Buch, das eine Rolle spielte bei der Entstehung des modernen Westens, wie wir ihn kennen: Menschenrechte, technologischer Fortschritt, Demokratie, Musik. Das einzige, was ich schwierig finde, ist, dass er meinem Eindruck nach wenig zwischen den christlichen Konfessionen unterscheidet, das aber bei manchen Themen, zB. Korruption, durchaus eine Rolle spielt (siehe Ukraine, Russland, Griechenland etc.)

Die Verzauberung der Welt, Jörg Lauster, 2017 (5. Auflage)

Ein dickes, informatives Buch und gleichzeitig unterhaltsam. Der Autor ist Professor für Systematische Theologie und Religionsphilosophie an der Philipps-Universität Marburg. Wie der Titel bereits andeutet, geht es auch hier um die Beschreibung eines Prozesses, wie das Christentum bzw. die Bibel zur Veränderung der Welt beitrug. Die Kultur, Architektur, Musik, Kunst steht dabei im Mittelpunkt.

Wie das Christentum die Welt veränderte: Menschen – Gesellschaft – Politik – Kunst, Alvin J. Schmidt, 2009

Auch dieser Autor, ein Amerikaner, beschreibt, wie die abendländischen Werte maßgeblich durch dein Einfluss des Christentums geformt und mitbestimmt wurden.

Der Weltbeweger. Jesus – wer ist dieser Mensch?, John Ortberg, 2013

Aus der Sicht eines christlichen Bestsellerautors, v.a. mit der Intention Jesus zu verherrlichen. Im Vordergrund steht die Frage, auf welche Weise der Mensch Jesus auf unsere Gesellschaft, unser Menschenbild, unsere Ethik, unsere Kultur Einfluss genommen hat. Liest sich schnell und ist sehr erhellend.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

Kurze Einführung ins Integrale Christentum

Christian Schmill gibt auf seinem Blog eine kurze Einführung zum Thema und weist auf die wachsende Bedeutung der Bewegung hin:

Kirchentag auf dem Weg in Leipzig Im letzten Jahr war ich als Pressevertreter für das Online-Magazin „theologiestudierende.de“ auf dem „Kirchentag auf dem Weg“ in Leipzig. Dort veranstaltete das „Forum für Gemeinschaft und Theologie“ eine Podiumsdiskussion, an der u.a. Marion Küstenmacher teilnahm (ecclesia semper reformanda). Marion Küstenmacher erzählte wie sie und ihr Mann, […]

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