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Eine Idee, die hilft, Rätsel zu lösen

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Das „Wilber-Combs-Raster“ ist benannt nach seinen Erfindern: Ken Wilber und dem Bewussstseinsforscher Allan Combs.

„Ein paar Jahre, nachdem ich eine erste Lösung vorgeschlagen hatte, stieß mein Freund Allan Combs, der unabhängig von mir arbeitete, auf eine grundlegend ähnliche Idee.“

Ken Wilber, Integrale Spiritualität

Ein Dank an dieser Stelle an Regina Laube, die mich dazu inspiriert hat, diesen Artikel endlich anzupacken 😉

Eigentlich ist es einfach eine Tabelle: Mit y-Achse und x-Achse.

Die y-Achse bilden die die Stufen, durch die hindurch sich das Bewusstsein hindurch weiter entwickelt: „Archaisch, Magisch, Mythisch usw“. Diese Stufen, Ebenen oder Strukturen können nicht übersprungen werden, sondern werden der Reihe nach durchlaufen. Der Einfachheit halber konzentrieren wir uns an dieser Stelle auf die spirituelle Entwicklung, wie sie zum Beispiel von dem Forscher James Fowler (Stufen des Glaubens) beschrieben wurde (auch wenn dieser andere Begriffe verwendet als Wilber). Dass diese Stufen existieren, wissen wir erst, seit Entwicklungspsychologen sie durch ihre Forschung entdeckt haben. Wir können sie nicht von innen „sehen“: Ich sehe nicht den archaischen, magischen oder integralen Filter vor meinen Augen, sondern nur das, was übrig bleibt, wenn der Filter aktiv war 🙂

Die x-Achse meint verschiedene Bewusstseinszustände „grobstofflich, subtil, kausal und nondual“. Zustände sind zeitlich begrenzt und schließen sich in der Regel gegenseitig aus. Wir alle kennen verschiedene Zustände aus der unmittelbaren Erfahrung, weil wir alle mal wach sind, mal schlafen und träumen oder uns mal im Tiefschlaf befinden.

Das Wilber-Combs-Raster in Kürze:

Jede Person interpretiert eine Gipfelerfahrung, religiöse oder spirituelle Erlebnisse von der Stufe ihrer spirituellen Entwicklung aus, auf der sie sich derzeit befindet.

Sie kann gar nicht anders. Ein Kind in der magischen Phase kann seine Erfahrung gar nicht rational deuten, weil es diese Stufe in seiner Entwicklung noch nicht erreicht hat. Und die Wahrscheinlichkeit, dass jemand eine Erfahrung rein magisch deutet, ist ebenfalls gering, wenn jemand bereits gelernt hat, pluralistisch zu denken.

(Anmerkung für Fortgeschrittene: Noch präziser wäre es, so Wilber, zu sagen, dass bei jeder Interpretation jeglicher Erfahrung – und damit auch bei spirituellen Erfahrungen – immer die gesamte AQAL-Matrix wirksam ist, d.h. nicht nur die Wachstumsstufen und Intelligenzen des Individuums (oben links im Quadranten), sondern auch intersubjektive Kontexte wie Kultur und Zwischenmenschliches (unten links), Neurophysiologie (oben rechts) und soziale Systeme (unten rechts) gleichermaßen beteiligt sind.)

„ERLEUCHTUNG ist die Verwirklichung von Einsseins mit allen Zuständen und allen Stufen, die sich bis zu diesem Punkt entwickelt haben und in Erscheinung getreten sind.“ 

Ich empfinde dieses Raster als ebenso einfach wie genial und erhellend. Wie geht es euch damit?

Der integrale Coach Stefan Schoch hat zum Thema ein sehr gut verständliches Video gedreht:

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