Website-Icon Hin zu einer Spiritualität von Morgen

Wer diesen Blog liest, ist…

Das wollte ich hier mal ausdrücklich gesagt haben, nicht dass es hinterher heißt, ihr hätte euch nicht gewarnt :-).

Eins vorneweg:

Ich finde es total schön, nach und nach immer mehr von euch persönlich kennen lernen zu dürfen und bin über jeden Austausch dankbar!

Doch kommen wir zur Sache „Häresie“:

Bei meinen morgendlichen Recherchen für die Doktorarbeit bin ich über einen kritischen Artikel auf Facebook zu „Integralem Christentum“ gestoßen. Er stammt von Marcia Montenegro aus dem Jahr 2013. Ich empfand diesen Artikel aus verschiedenen Gründen als Geschenk.

Der Autor, der vermutlich im religiösen Bereich seinen Schwerpunkt im blauen Mem hat (ich mag Fremd-Einteilungen nicht sonderlich), analysiert treffsicher, wodurch sich integrales Christentum auszeichnet. Ich gehe mit dieser Frage schon länger „schwanger“ und er hat einige Dinge besser auf den Punkt gebracht, als ich es hätte tun können.

Als Kritikpunkte führt er an:

Für mich bezeichnet das Wort „Synkretismus“ nichts Schlimmes, sondern etwas Natürliches. Ich finde es toll, wenn Religionen wie Christentum und Buddhismus Gemeinsamkeiten entdecken und zusammenfinden. Außerdem gab es Synkretismus schon immer. Wer die Erkenntnisse der Postmoderne ernst nimmt, wird verstehen, wenn ich sage, dass dieser unvermeidbar ist. Die „reine Lehre“ gab es nie und wird es nie geben.

Die Juden sahen Jesus mit jüdischen Augen und haben sein Anliegen jüdisch interpretiert, auch seine Nachfolger und Jünger. Synkretismus. Die Kirchenväter, ja sogar bereits einige biblische Autoren, haben sich griechischer Ausdrucksweise und Philosophie, Platon und Aristoteles bedient, um ihre Ideen den Griechen, Römern und später den Germanen etc. nahe zu bringen. Synkretismus. Das deutsche Weihnachtsfest. Synkretismus mit dem sog. „Heidentum“. Und so weiter..

Die integrale Theorie schätzt den Synkretismus in besonderer Weise, ist er doch ein Bild für die dialektische Bewegung der Evolution generell: These und Antithese finden in der Synthese zu einer neuen Einheit zusammen.

Von dem Autor dieses Artikels wird das Wort „Synkretismus“ allerdings dazu verwendet, Angst einzuflößen: Oh, da, lass bloß die Finger von. Das ist BÖSE! Das will Gott nicht! Und das mag ich nicht mehr. Ich mag es überhaupt nicht mehr, wenn irgendetwas dazu benutzt wird, Angst im Namen einer höheren Macht zu machen. Das hat nichts mit Liebe zu tun, sondern ist geistlicher, manipulativer Missbrauch. Geistlicher Missbrauch beginnt immer dann, wenn jemand versucht, dir einzureden, dass er besser als du wüsste was die letzte Wirklichkeit von dir will.

Warum ich ihn Bezug auf diesen Bereich sehr sensibel und vielleicht sogar überempfindlich geworden bin, erzähle ich euch ein anderes Mal.

Was sagt ihr dazu?

Quelle:

https://www.facebook.com/notes/marcia-montenegro/integral-christianity-a-warning-for-our-time/10151781885173468/

Bild von Suhas Rawool auf Pixabay

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