Warum du Ganzkörper-Meditationen ausprobieren solltest

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Paul Smith und Luke Healy haben zwei unterschiedlich Formen einer Ganzkörper-Meditation entwickelt, die ich für euch übersetzt habe. Dazu gehört einmal eine Ganzkörper-Meditation für Einzelpersonen von Paul Smith und einmal eine Ganzkörper-Meditation von Luke Healy, die eigens für die WeSpace-Group-Treffen entwickelt wurde.

Wie einige von euch wissen, bin ich seit einigen Wochen selbst Teil (der ersten) deutschsprachigen WeSpace Gruppe. Wir sammeln seither im kleinen Kreis mit dieser bisher für uns ungewohnten Meditationsform spannende, neuartige Erfahrungen.

Vorneweg jedoch die Frage, die sich möglicherweise einige von euch stellen und die auch ich mir immer wieder neu stelle:

Was ist der Sinn oder die Besonderheit dieser Meditationsform?

Die Entwickler der Übung geben dafür die folgenden zwei Gründe an:

  1. Du wirst wieder ganz neu die „Gaben des Geistes“ oder „Charismen“, die uns vom göttlichen Geist geschenkt wurden, kennenlernen und für andere gewinnbringend zu nutzen lernen. Dazu gehört neben der Zungenrede auch die Gabe der Prophetie, d.h. der Fähigkeit Worte, Bilder und Eindrücke für uns und andere zu empfangen.
    • Diese Gebetsform ist einigen von euch vielleicht besser bekannt als das „Hörende Gebet“, das in einigen, v.a. charismatisch geprägten Gemeinden praktiziert wird. Mir persönlich war sie völlig neu – den Lutheranern ist das alles ja viel zu suspekt und gilt als Schwärmertum 😉

Paulus schreibt im 1. Korintherbrief 14:

Bemüht euch aber auch um die Fähigkeiten, die uns durch Gottes Geist gegeben werden, und wenn ich das sage, denke ich vor allem an die Gabe des prophetischen Redens.

2. Du lernst nach und nach, dich mit spirituellen Wesenheiten und Geistführern zu verbinden, allen voran mit Jesus, aber auch mit anderen Heiligen oder spirituellen Gefährten bzw. Geistwesen auf deinem Weg.

  • Manche sehen hier „gefährlichen Spiritismus bzw. Geisterbeschwörung“ am Werk. Paul Smith argumentiert hier aber meines Erachtens stimmig, wenn er schreibt, dass Jesus bei der Verklärung ebenfalls mit zwei (äußerst prominenten) Verstorbenen kommunizierte: Moses und Elija. Auch bei jedem Gespräch mit Jesus oder einem Heiligen handelt es sich um den Kontakt zu einem Verstorbenen. Gleichzeitig können uns diese Kontakte trösten, den Angst vor dem Tod nehmen und begreifen lehren, dass alle Verstorbenen nicht einfach weg, sondern äußert lebendig und jederzeit ansprechbar für uns sind.

3. Ich würde ergänzen wollen: Die Übung trainiert generell die Wahrnehmungsfähigkeit auf der subtilen, d.h. innerlichen Ebene. Man horcht in „Energien“, sich eröffnende „Räume“ und lässt Bilder sprechen, die nicht mit dem Auge sichtbar, aber doch spürbar sind. Durch das, was man da erlebt, begreift man, wie wichtig und real diese Ebene ist. Für mich am eindrucksvollsten ist momentan die Erfahrung, dass wir auf dieser Ebene wirklich aufs engste miteinander verbunden sind, dass wir Gefühle, Schmerzen und sogar gerade anstehende Themen einer anderen Person wahrnehmen können. So etwas verändert das Weltbild ganz zwangsläufig.

4. Ein weiterer Effekt ist, dass du deinen Körper und dessen spirituelle Zentren und ihre jeweiligen Eigenarten besser kennen lernst: Dein Gehirn, dein Herz, deinen Bauch und deine Füße. Durch die bewusst hergestellte Verbindung der Intelligenzzentren Gehirn-Herz-Bauch wird eine besonders intensive Meditation erreicht und die Erdung hilft dabei, nicht den Kontakt mit der materiellen Realität zu verlieren und „abzuheben“.

  • Mit der Übung wird es zunehmend leichter, so meine derzeitige bescheidene Erfahrung, mit der Aufmerksamkeit von einem Zentrum, z.B. dem Herzraum in den Bauchraum oder andersherum zu wandern und ein konkretes Erfahrungswissen darüber zu gewinnen, wodurch sich deren Wahrnehmung der Wirklichkeit und deren jeweilige Sprache unterscheidet: So z.B. die Gedanken, aber auch die Gedankenstille im Kopf, die Gefühle oder die reiche Bildersprache des Herzens, die spontanen Intuitionen oder Empfindungen aus dem Bauchraum und – über die Füße – unsere tiefe Verbundenheit mit unserer Umgebung und Herkunft, der Mutter Erde.

Habt ihr bereits Erfahrungen mit derartigen Mediationen gemacht? Fallen euch weitere Punkte dazu ein?

Photo von Engin Akyurt, Pexels.com

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