Integral (Unorthodox) Christianity: „The Bible Is Loaded with Truth and Power“

Howard Pepper über die Verbindung von Integraler Theorie und Christentum und darüber, wie diese das Verständnis der biblischen Erzählungen verändert.

Natural Spirituality - Loving Forum for Spiritual Harmony & Growth

Integral Christianity is a fairly new thing… at least the name is. (It is not a lot like traditional or even „modern/liberal“ Christianity.) The worldview or theology it operates within actually is a relatively new perspective, on any sizable scale.  I will admit the Christian form of Integral theory is fairly new to me — maybe a couple years, and I’ve been pretty attentive to the many varying forms of Christian faith for decades now.

Titlepage of the New Testament section of a Ge... Titlepage of the New Testament section of a German Luther Bible, printed in 1769. (Photo credit: Wikipedia)

The focus of this article will be Integral Christianity’s take on and use of the Bible.  I’m writing this on the way to soon finishing the definitive book to date on this understanding and expression of Christianity, Integral Christianity: The Spirit’s Call to Evolve, by Paul R. Smith.  I will then be reviewing the book on the Naturalspirituality 

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Das Reich Gottes

Das Reich Gottes…

der integrale Christ Paul Smith versteht darunter einen anderen Bewusstseinszustand. Den Zustand, in dem sich Jesus befunden haben muss. Einen Zustand des völligen Eins-Seins-mit-dem-Göttlichen. Aus meiner Sicht eröffnet diese Definition neue Perspektiven auf Jesu Worte und seine Gleichnisse. Ich laden euch ein, bei jedem Gleichnis, das ihr lest, einmal hinter das Wort „Reich Gottes“ durch die Worte „Bewusstsein von Gott/Wissen um Gott“ zu ersetzen.

Zum Beispiel bei Markus 4,30, dem Gleichnis vom Senfkorn:

Womit sollen wir das Bewusstsein von Gott/Wissen um Gott noch vergleichen?«, fragte Jesus. »Mit welchem Gleichnis sollen wir es darstellen? 31 Es gleicht einem Senfkorn. Das ist das kleinste aller Samenkörner, die man in die Erde sät. 32 Aber wenn es einmal gesät ist, geht es auf und wird größer als alle anderen Gartenpflanzen. Es treibt so große Zweige, dass die Vögel in seinem Schatten nisten können.

Oder bei Matthäus 20,1, dem Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg:

Denn mit dem Bewusstsein von Gott/Wissen um Gott ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der sich früh am Morgen aufmachte, um Arbeiter für seinen Weinberg einzustellen. 2. Er fand etliche und einigte sich mit ihnen auf den ´üblichen` Tageslohn von einem Denar. Dann schickte er sie in seinen Weinberg.

Oder Markus 10:

25 Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher ins Bewusstsein von Gott/Wissen um Gott kommt.

Wir bekommen ganz neue Aussagen, die erstaunlich viel Sinn machen. Was meint ihr?

  1. Ein anderes Bewusstsein hat die Macht, die ganze Welt zu verändern.
  2. Ein anderes Bewusstsein kommt bei dem einen durch viel harte gedankliche Arbeit und dem anderen wird es über Nacht geschenkt.
  3. Reichtum hindert Menschen tendenziell, das Göttliche in der Welt wahrzunehmen.

Zum Abschluss will ich an dieser Stelle mit euch meinen Gedichtfilm aus dem Jahr 2016 teilen. Das Gedicht habe ich an einem Samstag während der Predigtvorbereitung verfasst, als mir klar wurde, dass ich entweder ein Gedicht schreibe oder auf der Kanzel lieber schweige. Mir persönlich erscheint die Kunst, die in einem ekstatischen Zustand der Inspiration verfasst wird – und damit eine eigene Art spiritueller Erfahrung ist – , noch am ehesten geeignet, das wiederzugeben, was vermutlich hinter dem Begriff „Reich Gottes“ steht.

Hier ist es:

DAS REICH GOTTES

Ich hab es nie gesehen
und WEIß es doch.
Ich kann es nur erahnen –
die Ahnung reicht unendlich weit,
sie füllt mich völlig aus.
Es nimmt jetzt seinen Lauf,
jetzt und jetzt und jetzt.
Es ist der Fall aus dem Normalen,
es fängt mich sachte auf.
Es ist der Strom,
in dem ich gleite,
die Energie,
die mich erhält.
Es gleißt aus mir heraus
und doch bin ich nie wirklich drin gewesen.
Es ist nicht Außen und nicht Innen,
nicht Oben, und nicht unter mir
und alle andern scheinen
immer weit voraus.
Es ist ein Wind im Innern,
der sich viel zu langsam legt.
Es ist die Liebe, die
nicht passen will zu mir,
wie ich sie auch halte.
Es ist die Sonne,
die mir, wenn ich sterbe,
blendend gleißt,
der Strahl, der letzte Weg zu dir.
Es ist die Hoffnung, dass ich vor dir bleibe,
auch wenn ich schlachte wie Elia,
und nichts mich mehr entschuldigt.
Es ist die senkrecht steile Wand,
an der ich mich nach oben hangle.
Es ist der Schrott, der faule Müll,
aus dem es plötzlich grünt wie neu.
Ich kenne es, dein Reich,
als hätt ich schon mal dort gewohnt,
und zweifle doch so oft daran.
Es ist ein Reißen und ein Sehnen.
Es ist dein immer freundliches Gesicht,
dass mich schon lang durchdrungen,
und statt mich zu vernichten,
als Atem in mir weiterschwingt.
Es ist der Wärmeschub,
nachdem ich lange meditierte;
das Katapult,
das mich in neue Tiefen bringt.
Es ist ein Mensch, und ist ein Licht.
Es ist in mir, und doch bin ich es nicht.
Kein Vergleich reicht aus,
und doch lebt alles Leben
nur aus Vergleichen,
aus Versuchen Dich zu fassen,
einzunehmen, festzusetzen.
Es ist,
wenn Leben wieder mundet.
Wenn Illusionen fallen.
Wenn Todgeglaubte trösten.
Wenn zurück liebt, wer nicht lieben konnte.
Es ist ein Raum und ist ein König –
alles muss ihm weichen.
Was hart ist, löst es auf.
Was öde ist und schmerzbehaftet,
was Schein ist nur und Lüge,
was quält und was das Licht verdeckt.
Und wer auch herrscht und sich vergisst:
Es ist. Es ist. ES IST.
Und niemand, niemand hält es auf.

Der Traum von einem besseren Christentum

Integrale Gedanken inspirieren zum Träumen

schmillblog

molnc3a1r_c381brahc3a1m_kikc3b6ltc3b6zc3a9se_1850 Abraham by József Molnár [Public domain], via Wikimedia Commons

Und ich blickte auf, und ich sah ein Meer aus Menschen, die keiner zählen konnte. Menschen aus allen Kirchen und christlichen Organisationen.

Sie waren aufgestanden und haben sich auf den Weg gemacht, ohne den Ort zu kennen, den sie suchen …

Dieser Artikel ist kein Aufruf dazu, dass du deine Gruppe verlässt. Es kann zwar sein, dass du dich innerlich schon längst verabschiedet hast und auf der Suche bist. Aber ob und wann der Zeitpunkt zu gehen gekommen ist, musst du selbst entscheiden. Vielleicht ändert sich auch was, und du wirst bleiben?!

Es gibt schon unzählige frustrierte Christen, die allen christlichen Gemeinden und Gruppen den Rücken gekehrt haben und versuchen, allein zurecht zu kommen. Privates Christentum.

Mit ihm [Jesus] seid ihr begraben worden durch die Taufe; mit ihm seid ihr auch auferstanden durch den Glauben aus der Kraft Gottes, der ihn…

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Spirituelle Entwicklung

Wilber zeigt, dass sich die Grundidee von „Stufen des Glaubens“ (gleichnamiges Werk von Fowler) oder des Bewusstseins bei zahlreichen Mystikern unterschiedlicher Traditionen findet, im Yoga ebenso wie bei christlichen Kirchenvätern.

Gerade in der Mystik kommen sich Menschen und ihre Vorstellungen wieder nahe, die in gänzlich anderen Ländern, Konfessionen und Zeiten leben.

Immer wird eine Entwicklung vorausgesetzt, von der vermeintlichen Gottesferne hin zu der Vereinigung mit dem Göttlichen.

In der Bibel sind kleine als auch umfassende Entwicklungsbögen enthalten, sowohl in den Geschichten von Menschen, die sich entwickeln (man denke nur an Abrahams Glaube, an die Entfremdung und Versöhnung von Jakob und Esau, oder Josef und seine Brüder), als auch auf der Metaebene, der großen Geschichte von der Entfremdung von Gott durch den sogenannten Sündenfall und die erneute Annährung und Erlösung durch Jesu. Selbst Gott bzw. die jeweiligen Bilder, Beschreibungen und Geschichten con ihm entwickeln sich in der Bibel.

In dem Buch „Mormon“, das sich als Ergänzung oder Bestätigung der biblischen Botschaft versteht, wird der Sündenfall positiv als Anstoß zur Weiterentwicklung gedeutet. In 2. Nephi 2 wird erklärt, dass Schöpfung nur Sinn mache, wenn sie Erfahrung ermöglicht, Erfahrung geschehe aber in Gegensätzen. Alles sei aus Teilen zu einem Ganzen zusammengesetzt. Deshalb musste es beide Bäume im Garten geben. (Das heißt: Die Wahlfreiheit zwischen zweien). Ohne die Übertretung (den Fehler) hätte es keinerlei Weiterentwicklung gegeben. Die Menschen hätten nie die wahre Freude empfunden, für die sie geschaffen wurden.

Diese positive Deutung geht völlig konform mit der negativen, dass der Mensch erst durch die Gottesferne zu unsäglichem Leiden gekommen ist. Zu einer vollständigen, umfassenden Erfahrung gehören Freude und Leid dazu, da eben weder das eine noch das andere andernfalls „erfahrbar“ wäre.

Wunderbar beschrieben finde ich diesen Gedanken bei Neale Donald Walsch (ganz ungeachtet, was man von seinen Werken im Ganzen halten mag). Auf S. 45 der Gesamtausgabe von „Gespräche mit Gott“ (Arkana Verlag) schreibt er: „Ihr könnt nicht den Teil von euch, den ihr dick nennt, erfahren, solange ihr nicht auch das Dünne kennt. Daraus ergibt sich die logische Schlußfolgerung, dass ihr euch nicht als die, die ihr seid, erfahren könnt, solange ihr nicht dem begegnet seid, was ihr nicht seid.“

Zur spirituellen Entwicklung gehört die Erfahrung der Gottesferne ebenso dazu wie die Erfahrung der Verschmelzung mit dem Göttlichen.

Doch diese Entwicklung verläuft keineswegs nur linear, das heißt von einer Stufe zur nächsthöheren. Um sie zu beschreiben, ist Wilbers Theorie äußerst hilfreich. Denn er unterscheidet zwischen Zuständen und Strukturen.
Dabei gehört eine sogenannte „Gipfelerfahrung“, also die Erfahrung des Eins-Seins oder der Verschmelzung mit dem Göttlichen zunächst in den Bereich eines Zustandes und wird erst dann zu einer Struktur, wenn diese Erfahrung dauerhaft gemacht wird, was bei den wenigsten Menschen der Fall ist und meist nur durch langjährige meditative Praxis erreicht wird.

Er unterscheidet zwischen den Zuständen Wachen, Träumen und traumlosem Tiefschlaf und ordnet diesen bestimmte spirituelle Erfahrungen zu. DSCN4736
Die meisten Menschen erleben nur den Wachzustand bewusst, den Rest unbewusst. Aber jeder, der einmal einen sogenannten luciden Traum hatte, in dem er plötzlich sich bewusst wurde, dass er träumt, weiß aus Erfahrung, dass die Bewusstheit auf den Traum ausgedehnt werden kann, zumindest temporär. Wer viel meditiert, wird ebenfalls die Erfahrung machen, dass er in versenktem Zustand sehr bewusst innere Bilder wahrnehmen kann. Wer nun seine Bewusstheit über alle diese Zustände hinaus dauerhaft ausdehnen kann, erlebt die einst einmalige „Gipfelerfahrung“, das Eins-Sein mit dem Göttlichen, ständig. Aus einem Zustand wird eine Struktur. Er hat keine Erleuchtung, er ist erleuchtet. Jesus sagt: „Ich und der Vater sind eins.“

Warum dieser Blog?

Warum dieser Blog? Ganz einfach: Aus Begeisterung! Seitdem ich über die integrale Theorie gestoßen bin, hat sich mein Denken verändert, ich würde fast sagen, es hat eine Art neue (vermutlich vorübergehende) Heimat gefunden. Gleichzeitig bin ich Christin und will das auch gerne bleiben. Also habe ich mich gefragt: Geht das? Und wenn ja, wie? Was kann ich gerade als Christin von der integralen Theorie lernen – und umgekehrt, wie kann christliches Denken und Philosophieren diese bereichern und in sie einfließen?

Und dann folgt aus jeder Theorie notwendigerweise eine dazugehörende Praxis. Was könnte es bedeuten als Christin integral zu leben?

So werde ich in diesem Blog bemüht sein, beides miteinander zu verbinden. Dabei verstehe ich jeden Satz, jeden Gedanken als vorläufig, unabgeschlossen und freue mich über Kommentare und Denkanstöße, denn ich erlebe es immer wieder als erhebend, im gemeinsamen Gespräch über mich selbst hinauszuwachsen.