Integral Christianity. The Spirit’s Call to Evolve

Heute stelle ich euch ein Buch vor, auf das mich ein Kollege aufmerksam gemacht hat. (Dafür an dieser Stelle ausdrücklich herzlichen Dank, Christian Schmill!)

Kaum hatte ich die ersten Seiten gelesen, konnte ich es schon kaum erwarten, euch dieses wunderbare Buch vorzustellen und habe erst mal viel Zeit mit Lesen verbracht. Es geht um „Integral Christianity. The Spirit’s Call to Evolve“ von Paul Smith.

Es erschien 2011 und ist bisher noch nicht ins Deutsche übersetzt worden – ich denke aber, es ist nur eine Frage der Zeit, bis dies passiert.

Das Buch hat sich für mich auf jeden Fall gelohnt. Es ist eines der wenigen Bücher, die mich richtig glücklich gemacht haben, ich hatte viele Aha Effekte, viel Lächeln auf den Lippen beim Lesen.

Der Autor ist Pastor und Gründer einer integralen Gemeinde – vermutlich der ersten dieser Sorte weltweit.

Nun der Versuch einer – selbstverständlich subjektiven – Zusammenfassung der zentralen Gedanken des Buches. Es beginnt mit den Worten: „Ich liebe Gott. Ich liebe Jesus. Ich liebe die Kirche. Dies ist ein Buch über diese drei Lieben.

Ein Leben lang habe er einen Kampf mit der bestehenden Kirche geführt. In seinem Buch versuche er, ein neues Modell des Christ- und Kirche-seins vorzustellen

„Ich will Gott sehen und erfahren, wie es Jesus getan hat. Das ist die Seele dieses Buches.

In Anlehnung an das Navigationssystem GPS nennt er seinen Ansatz SNS (spirituelles Verortungssystem). Dieses gliedert er – inspiriert durch Ken Wilbers Philosophie – in fünf Punkte, die er Satelliten nennt. Diese sind: 1. Ebenen der Bewusstseinsentwicklung, 2. Bewusstseinszustände, 3. Die drei Gesichter Gottes, 4. Schattenarbeit, und 5. Schritte zur Weiterentwicklung. (Im Englischen heißen sie stages, states, standpoints, shadow work, steps und beginnen damit alle mit dem buchstaben S). Diese sollen helfen, sich spirituell zu verorten und zu wachsen

Eine ideale Kirche ist für ihn nun diejenige, in der sich Menschen in allen diesem Punkten gemeinsam weiterentwickeln können.

Wenn Smith von Ebenen der Bewusstseinsstufen spricht, bezieht er sich weder auf Spiral Dynamics noch auf Ken Wilber, sondern das Buch „Integrales Bewusstsein“ von Steve McInthosh (das ich noch nicht kenne). Doch die beschriebenen Stadien sind in all diesen Fällen ähnlich. Es gibt die übergeordnete Bewegung von einem egozentrischen über einen ethnozentrischen zu einem weltzentrischen Standpunkt. Darüber hinaus unterscheidet er sechs Ebenen: Stamm, Krieger, traditionell, modern, postmodern und integral.

Ausgehend von diesen unterscheidet und beschreibt er die jeweils einer Ebene entsprechenden Kirchen, Gottesvorstellungen, Jesusbilder, das Verständnis von Sünde, Gebetsweisen. Anschließend weist er auf deren jeweilige Stärken und Schwächen hin. Die Schwächen sind dabei ausschlaggebend zur Weiterentwicklung, die Stärken dagegen werden auf der nächsthöheren Ebene integriert.

Warum Menschen von einer Ebene zur anderen übergehen, erklärt er beispielsweise so:

„Der Tornado fegte durch unser Gebiet und tötete dabei fünf Menschen. Aber Gott hat uns verschont.“ Das ist ein komfortabler Gedanke für jeden mit Ausnahme der Familien derer, die dabei ums Leben kamen.

Das nenne ich: Genial und kurz erklärt. Herrlich!

Der Glaube entwickle sich zunächst 1. von dem an einen Stammesgott, der bestraft, belohne und beschütze, über den 2. an einen Kriegsgott, der zornige Rache übe und über seine Feinde richte hin zu dem 3. an den traditionellen Gott als gerechter Richter und Regent und persönliches Gegenüber. Der Mystik gegenüber herrscht Misstrauen.

Die traditionelle Kirche denkt solange hoch von Mystikern, solange sie tot sind. Je länger sie bereits tot sind, desto besser. Vielleicht sind die einzig wirklich gesicherten die, die in der Bibel vorkommen, wo man sie als einmalig ansehen kann.

Darauf komme der 4. moderne und liberale Glaube, der ein neues Gottesverständnis fordert, wissenschaftliche Bibelauslegung betreibt, die Bibel als eine Sammlung von Mythen und Legenden ansieht und Jesus „nur noch“ als besonderen Menschen und Vorbild verehrt. Auf der 5. postmodernen Stufe werde erkannt, dass alles durch das Bewusstsein vermittelt sei und es keine absoluten Werte mehr gäbe, alles also relativ und andere Religionen gleichwertig seien. Werden mystische Erfahrungen davor noch als Halluzinationen angesehen, werden sie nun neu gesucht. Eine Schwäche sei hier jedoch die völlige Ablehnung jeglicher hierarchischen Ordnung. An vorerst letzter Stelle steht 6. die integrale Stufe, die als erste den Entwicklungsweg erkennt und jede darin enthaltene Etappe wertschätzt.

Von einem integralen Standpunkt aus läse sich die Bibel als ein einzigartiges Zeugnis von spiritueller Entwicklung der Menschheit. Jesus offenbare sich als einen integralen Denker, der um die verschiedenen Ebenen spiritueller Entwicklung weiß.

Viele Begebenheiten mit Jesus lassen sich anders verstehen, wenn wir ausgehen, dass er sich aufgrund dauerhafter spiritueller Praxis und Erleuchtung dauerhaft in anderem Bewusstseinszustand befand, einem tiefen Wissen um die Verbundenheit mit Gott. Deshalb konnte er beispielsweise heilen, Gedanken lesen oder mit Toten sprechen.

Auch seine Jünger und die Christen seien bis heute fähig, solche besonderen Bewusstseinszustände selbst zu erleben. Die Selbstdefinition der frühen Christen erfolgte über gemeinsame Erfahrungen dieser Art, nicht über Lehrsätze. Erst später wurde die Kirche als Verbündete des Staates selbst der größte Feind von individuellen spirituellen Erfahrungen. Sie begann Dogmen zu lehren statt zu Gebetstechniken anzuleiten.

Der Autor berichtet an dieser Stelle über seine eigenen spirituellen Erfahrungen, die über die Jahre immer reicher und tiefer wurden und ermutigt uns, eigene Praktiken auszuprobieren.

Der Autor unterscheidet die drei Gesichter Gottes:

Jesus spoke about God, to God, and as God. Jesus redete über Gott, zu Gott und als Gott.

Diese Gesichter Gottes seien auch für uns ein Modell für eine ideale Gottesbeziehung. Im Westen sei man es gewohnt, über oder zu Gott zu reden, doch das dritte Gesicht bereite vielen große Schwierigkeiten. Es ginge darum in seinem tiefsten Inneren auf das Göttliche, das wahre Selbst, zu treffen, durch das wir alle eins sind. Das bedeute aber auch, dass wir den Glauben, dass Jesus der einmalige und einzige Sohn Gottes sei, aufgeben müssten. Anstatt Jesus als Mensch zu sehen, der seine Göttlichkeit entdeckt habe, sähe man Jesus häufig als Gott, der zu den Menschen hinabgestiegen sei, um den Zorn Gottes über die Sünden der Menschheit auszutilgen. Die Lehre der Ostkirche, die Theosislehre, entspräche eher der biblischen Botschaft, wonach Gott Mensch geworden sei, damit der Mensch vergöttlicht (vereint mit Gott) werde.

Schließlich beschreibt er jeden Menschen als ein Fraktal Gottes, also als einen Teil, der gleichzeitig immer auch das Ganze in sich trage. Das Reich Gottes sei das Leben auf dieser höchstmöglichsten Bewusstseinsstufe, die diese Wahrheit, ein Teil Gottes zu sein, tief verinnerlicht habe.

Um spirituelles Wachstum zu beschreiben, bedient er sich des Bildes einer Rolltreppe: Jeder kann in seiner Religion Stockwerk für Stockwerk nach oben reisen. Ein Religionswechsel sei dazu unnötig, wenn nicht sogar kontraproduktiv, da die Gefahr bestehe, dass man sich nur die Rosinen rauspicke, an den eigentlichen Herausforderungen aber vorbeigehe. Viel sinnvoller sei es, die eigene Tradition nach und nach immer besser verstehen und kennen zu lernen.

Weiter entwirft er eine Vision für die integrale Kirche und zählt derzeit existente Trends in und außerhalb der Kirche auf. Dabei setzt er sich intensiv mit der New Age Bewegung – von ihm „Spirituell, aber nicht religiös“-Bewegung genannt – auseinander. Als Modell für eine integrale Kirche beschriebt er seine eigene Kirche, die Broadway Church.

Auf vielfache Anfrage möchte ich noch folgendes ergänzen:

Die markantesten Unterschiede des Buches zu Gott 9.0 aus meiner Sicht:

Zwar werden jeweils verschiedene Ebenen voneinander unterschieden, doch beschreibt Smith lediglich sechs Ebenen, und damit weniger als bei Graves/SD und folglich auch bei Gott 9.0, es fehlt sowohl nach unten hin das Äquivalent zu beige als auch nach oben zu Türkis und Koralle. Während in Gott 9.0 noch jeweils die Beschreibung der beigen, purpurnen etc. Gesellschaft erfolgt, konzentriert sich Smith voll und ganz auf die religiösen Inhalte. Besonders aufschlussreich und äußerst treffend fand ich hier die beschriebene Entwicklung davon, was jeweils unter „Sünde“ und jeweils unter „Mystik“ verstanden wird.

Die große Stärke des Buches sehe ich in noch einem anderen Punkt: Es ist das sehr persönliche Zeugnis eines Leiters einer Gemeinschaft, die sich unter seiner Leitung zu einer integralen Gemeinde entwickelt hat. Deshalb bekommen die wichtigsten Fragen, die sich dabei unweigerlich stellen, Raum: 1. Die der Hermeneutik. Wie können integrale Christen die Bibel neu lesen? Und 2. die der Ekklesiologie. Wie kann eine integrale spirituelle Praxis konkret in der Gemeinde und im Gottesdienst gelebt werden?

Mein Fazit: Dem Autor ist eine hervorragende Übertragung von integralem Gedankengut auf das Christentum gelungen. Er stellt sich – als ein authentisches Gegenüber – allen diesbezüglich bedeutsamen Fragen und Zweifeln. Dadurch gelingt ihm eine Art einzigartige Versöhnung von Christentum und New Age. Wem diese Art Vermischung allerdings zu synkretistisch ist, sei von dem Buch abgeraten.

Ein Kritikpunkt meinerseits ist momentan:

Der Autor erklärt, dass man beim Übergang von einer Bewusstseinsebene zur nächsten einiges an Ballast loswerden müsse. Das mag sein, doch was genau da jeweils ist, darüber wird man sich streiten müssen. Für ihn gehört dazu vor allem die traditionelle Trinitätslehre und Soteriologie. Hier fehlt mir eine gelungene Integration der wichtigen Wahrheiten und Erkenntnisse, die diese Lehren mit sich bringen. Mit einem „einfach über Bord werfen“ macht man es sich m.E. zu leicht.

Der Autor hat große Probleme damit, Jesus als einmalig zu bekennen, weil es uns angeblich die Chance raube, unsere eigene Göttlichkeit zu erkennen und auszuleben. Das mag sich in der Realität häufig so auswirken. Gleichzeitig geht es mir so, dass ich (und andere scheinbar auch, der Autor eingeschlossen) (vielleicht auch deshalb) wirklich noch keinen anderen Menschen getroffen hätten, der wie Jesus voll und ganz vergöttlicht gewesen wäre. Deshalb bleibt er für mich der einzigartige und erste Sohn Gottes. Auch die klassische Trinitätslehre enthält für mich in ihrer Tiefe zu viel Weisheit, als dass ich sie durch die vergleichsweise primitive Redeweise von den drei Gesichtern Gottes ersetzen lassen wollte.

 

Was meint ihr dazu?

 

Ihr findet die Homepage der Gemeinde hier:

https://www.broadwaychurchkc.org/beliefs

Und über den Autor erfahrt ihr hier etwas:

http://www.revpaulsmith.com

Verrät der integrale Ansatz Jesus?

Vor kurzem las ich als Reaktion auf einen Blogbeitrag eines Kollegen die Aussage, die integrale Theorie sei des Teufels, um uns vom Wesentlichen abzulenken. Heute also die Frage: Verrät der integrale Ansatz Jesus?

Und: Was ist eigentlich das sogenannte Wesentliche?

Zunächst bleibt festzustellen, das die Sorge eine typisch blaue Sorge ist. Die Sorge vom rechten Weg abzukommen. Den in blau gibt es den ja noch, den richtigen, aber auch den falschen Weg, den Weg der Erlösung und den Weg der Verdammnis. Deshalb ist es da auch wesentlich, das richtige zu glauben. Dann ist die Angst groß vor Synkretismus, Häresie und Irrlehre.

In gelb ist das gar nicht mehr so einfach. Diese Gewissheit ist verloren gegangen. Alles ist relativ, nicht im Sinne von gleichgültig, sondern relativ im Sinne von abhängig von der Bezugsgröße, als Resultat von multidimensionalem, komplexem Denken. Unsicherheit ist zu einem fundamentalen Bestandteil des Lebens geworden. Gewissheit kann nicht mehr aus einem Text oder von einer Autorität her kommen, nur noch durch persönliche Erfahrung und Erkenntnisse in der Stille. Alles, was ich lese, wird daran gemessen, auch die Bibel.

Eine Gefahr des integralen Ansatzes sehe ich allerdings da, wo die Theorie dazu führt, dass die Praxis vernachlässigt wird. Denn die Theorie speist sich aus der Praxis, wird nur durch sie wirklich in ihrer Tiefe verständlich und ist ohne Praxis schlicht sinnlos. Dann wird sie tatsächlich zu einer Falle des Teufels, indem sie Menschen dazu bringt, gedanklich in elitären „gelben“ Gesprächen zu schwelgen, anstatt das zu tun, was gerade einem Mitmenschen oder uns selbst gegenüber angemessen wäre. Der Schatten von integral sei Arroganz, las ich vor kurzem. Und Hochmut wird bekanntlich traditionell zu den Todsünden gezählt.

Denn je mehr wir uns sicher im gelben Hafen angekommen wähnen, gar noch anfangen, uns fälschlicherweise über alle anderen Ebenen der Spirale erhoben zu fühlen, desto eher werden wir auf niedrige Stufen der Egozentrik oder in die Verteidigung einer Ideologie – in dem Fall den „Integralismus“ – zurückfallen. Um es mit lutherischer Theologie auszudrücken: Wir sind alle gleichermaßen Sünder und Gerechte, egal ob blau, orange oder gelb. Keiner hat es „geschafft“. Jeder Tag ist Gelegenheit unsere blaue, orangene oder gelbe Brille zu testen und gegebenfalls auszuwechseln oder zurechtzurücken.

Wer aber täglich praktiziert, das heißt Nachfolge übt (wie auch immer das im Detail für den Einzelnen aussehen mag, denn ich vermute, es ist bei jedem Menschen unterschiedlich), der verrät Jesus nicht. Ganz im Gegenteil. Er nimmt ihn ernst. Nur durch eigene Praxis – Handeln, Gebet und Reflexion – kommen wir dem Menschen, aber auch dem Gott Jesus nahe. DAS ist doch das Wesentliche: Das wir nicht aufhören, uns weiterzuentwickeln, dass wir wachsen und reifen in Liebe, in Weisheit und innerer Schönheit. Zumindest aus gelber Sicht.

Was meint ihr dazu?

Die Eine Welt – das Eine Christentum!? Teil I

„Wir haben das Problem, dass wir viele Kirchen haben statt einer. Wir sind zersplittert in verschiedene Konfessionen und Denominationen. Ist es möglich, ein Lied zu singen, das alle verschiedenen Denominationen der ganzen Welt vereint? Das wäre ein neues Lied! Die alten Lieder trennen uns.“

Kisuba Kateghe [in: Aufmachen. Wie wir heute Kirche von morgen werden. Christina Brudereck, Kisuba Kateghe, Endri Sulaksono, Claudia Währisch-Oblau 2013

Jesus selbst hat dafür gebetet, dass die Kirchen eins würden. Warum eigentlich?

Weil wir dann glaubwürdiger wären, mehr Liebe ausstrahlen würden, mehr bewirken könnten und damit anziehender wären – und mehr Menschen die Chance bekämen, darin die Liebe und den Auftrag Gottes zu erkennen

„Ich bete darum, dass sie alle eins sind – sie in uns, so wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin. Dann wird die Welt glauben, dass du mich gesandt hast. Die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich nun auch ihnen gegeben, damit sie eins sind, so wie wir eins sind. Ich in ihnen und du in mir – so sollen sie zur völligen Einheit gelangen, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und dass sie von dir geliebt sind, wie ich von dir geliebt bin.“

Jesus, in: Johannes 17,21-23 Neue Genfer Übersetzung

Eine Unzahl an Kirchen, die alle an Unterschiedliches glauben und ihren Glauben unterschiedlich leben, steht in der Gefahr, Verwirrung und Unsicherheit für Außenstehende zu stiften – und sie sorgt für Konflikte und Auseinandersetzungen in den eigenen Reihen.
Warum aber sind wir dann nicht eins? Gehören nicht alle, die an Jesus Christus glauben und ihm nachfolgen, zu einer einzigen Gemeinschaft, dem Christentum?

Tatsächlich scheint es gar nicht leicht, zu erklären, warum die Kirchen nicht eins sind. Die Ursachen für die Spaltungen und Trennungen sind zahllos und komplex und nur mit viel Mühe und Aneignung von speziellen Kenntnissen nachvollziehbar. Kulturelle und sprachliche Barrieren lösen zunehmende Entfremdung aus, politische und zwischenmenschliche Faktoren tragen ihr Übriges dazu bei. Zu den ursprünglichen Ursachen und Gründen kommen nachträgliche Begründungen dazu, warum die Trennung nicht wieder aufgehoben werden kann.
Durch die Trennungen ist allerdings auch gleichzeitig eine ungeheure Vielfalt an Ideen, Ausdrucksformen und Traditionen entstanden. Und wenn wir uns sonst in der Schöpfung Gottes umsehen, macht diese nicht den Eindruck, als würde Gott diese Vielfalt, die nur durch Trennung möglich wird, nur verabscheuen – er liebt sie auch und ist trotz und in ihr gegenwärtig.
Das integrale Modell könnte uns an dieser Stelle helfen, die Dinge tiefer zu verstehen. Zum Beispiel durch die möglicherweise zunächst provokante Annahme, dass verschiedene kirchliche Gemeinschaften sich vor allem und zunächst dadurch unterscheiden, dass ihr Schwerpunkt in unterschiedlichen Memen liegt. Die Autoren von Spiral Dynamics schreiben nicht umsonst, dass es gerade in den Übergangsphasen von einem Mem zum nächsten zu Kirchenspaltungen kommt:

„Kirchen geraten in Aufruhr und spalten sich, wenn neue WMeme in einem Teil ihrer Mitglieder erwachen.“ (Spiral Dynamics, Beck/Cowan S. 66)

Die Reformation ist beispielsweise ein solches Ereignis, das zugleich Auslöser als auch Folge der Entstehung des orangenen Mems ist.

Wieder ist dabei wichtig zu betonen, dass mit dem Mem nicht automatisch eine Wertung verbunden ist. Ein nachfolgendes Mem ist nicht per se besser, doch eine angemessene Antwort auf die veränderte Umgebung, in diesem Fall die heraufbrechende Moderne.
Meme bauen jedoch aufeinander auf und ergänzen sich gegenseitig. Die Kirchen der Reformation haben jedoch häufig einen Großteil dessen, was sich innerhalb des purpurnen Mem verorten lässt, völlig über Bord geworfen. Reliquien-, Bilder- und Heiligenverehrung, heilige Orte, Weihehandlungen, Exorzismen etc., da sie meinten, es ginge darum, diese Dinge grundsätzlich zu überwinden, statt sie auf eine gesunde Weise zu integrieren. Das hat auch zu einer tiefgehenden Verarmung geführt.

Ein solches Verständnis von gegenseitiger Abhängigkeit und Verwandtschaft könnte die Ökumene stärken und zu einer Wiederannäherung der Kirchen verhelfen.

 

Warum ich heute gelb denke

An dieser Stelle möchte ich, ausnahmsweise etwas persönlicher als das sonst der Fall sein wird, davon berichten, wie ich zu dem integralen Ansatz fand beziehungsweise dieser mich. Noch einmal vielen Dank an die Person, die mir diese Frage in der Facebookgruppe zu Gott 9.0 gestellt hat.

Gelb, blau, rot, purpur:

Im Folgenden begegnen euch viele Farben. Es handelt sich um den Code von Spiral Dynamics. Dazu siehe auch meinen und andere Artikel dazu.

Vorneweg: Auch ich denke bei starkem Hunger nahezu ausschließlich beige daran, wo und wie ich am schnellsten an etwas essbares herankomme. Und als ich mich in akuter Lebensgefahr wähnte, war ich purpur froh, von meinen orthodoxen Glaubensbrüdern und -schwestern gelernt zu haben, wie man sich durch eine Ikonen und das Bekreuzigen vor dem Teuflischen schützt. Und an schlechten Tagen kann ich ganz schön rot trotzig und zornig sein. Und … ich glaube, ihr habt den Punkt?

Ich glaube nicht, dass ein Mensch es schafft, immer gelb zu denken. Oder dass das überhaupt ein anzustrebendes Ziel wäre. Genauso wenig wie ein Mensch nur blau, nur grün, nur purpur denkt.

Doch weiter: Vielleicht kennt auch ihr das Phänomen, das ihr etwas sucht, und stattdessen etwas gänzlich anderes findet?

Jesus soll gesagt haben: „Wer sucht, der findet“. Meiner Erfahrung nach finden uns die Ideen und Inhalte, wenn wir bereit für sie sind und nicht unbedingt dann, wenn wir bewusst danach Ausschau halten.

In meinem Theologiestudium herrschte vorwiegend orangenes Denken vor. Jeder wusste es besser als der andere und um das zu zeigen, bediente man sich der wissenschaftlichen Methode. Wer anders dachte als man selbst, war einfach ein bisschen dümmer. Um voranzukommen, bewies man Anpassungsfähigkeit, selbstgewisse Dominanz in Diskussionen und Pragmatismus.

Einige Mitstudenten steckten allerdings so tief im blauen Mem, das es mir zunächst so schien, als müssten alle Kräfte eingesetzt werden, auch diesen Menschen den Sprung ins orangene Mem zu ermöglichen. Damit meine ich, dass die einfachsten Annahmen der Aufklärung nicht wirklich akzeptiert wurden. Das „WORT“ hatte immer Recht. Auch wenn man gar nicht verstand, wie man verstand und was man da nicht verstand. Punkt. Aus.

Erst später habe ich festgestellt, dass diese Grabenkämpfe zwischen liberal und evangelikal eine gute Vorbereitung auf weitere Grabenkämpfe in den Gemeinden war.

Nach meinem Studienaufenthalt in Weißrussland mit dem Flair der Sowjetunion war mir klar, dass ich – entgegen meinen früheren Überzeugungen – nicht mehr links sein kann. Weder links, noch rechts, noch Mitte. Ich hatte all diese Kategorien als Heimat verloren. Dafür hatte ich das purpurne und blaue Mem aus einer ganz anderen Perspektive kennen und verstehen gelernt: Weihung von Studentenzimmern durch Geistliche, Vorlesungen über Dämonologie mit eigenen Erfahrungsberichten, die Verehrung von Patriarchen und Ikonen, das Auswendiglernen von Kirchenväterzitaten u.v.m. Und ich lernte das Herzensgebet kennen, das Mantraartige Wiederholen von Jesus Namen.

Durch die großen russische Religionsphilosophen hatte ich gleichzeitig den ersten Hauch von gelb geschnuppert: Ich fing an, paradoxes, multidimensionales Denken zu lieben.

Und da fand mich ein Artikel von Wulf Mirko Weinreich, „Eine kurze Sicht des Marxismus aus integraler Sicht“. Ihr findet ihn und vieles andere lesenswerte unter folgender Adresse:

http://www.integrale-psychotherapie.de/ticker.html

Allerdings machte die Theorie von Wilber zunächst auf mich den Eindruck einer seltsamen esoterischen Sonderlehre und ich hörte auf, mich weiter damit zu befassen.

Schließlich fand ich in der ökumenischen Bewegung Menschen, die vorwiegend grün dachten. Das machte sie zu wesentlich angenehmeren Zeitgenossen als viele meiner Kommilitionen oder Professoren es waren. Sie suchten nach Harmonie, trugen Fair Trade Kleidung, sprachen kollektive Schuldbekenntnisse und setzten sich für das ein, was Christen über die Konfessionen hinweg verbindet: Der Kampf für Menschenrechte, für die Umwelt, für den Frieden weltweit. Auch mein Veganismus stieß auf mehr Verständnis. (Heute bin ich übrigens Flexitarierin, vielleicht auch ein Resultat gelber Anpassungsfähigkeit 😉)

Jahre später stieß ich – an Zufall glaube ich nicht, wenn alles mit allem zusammenhängt – auf die Live Coaching Plattform Human Trust, die von Veit Lindau gegründet wurde. Da ich etwas in meinem Leben verändern wollte, meldete ich mich trotz anfänglichem Misstrauen an. Dort erfuhr ich, dass sein Coaching Ansatz auf der integralen Theorie von Ken Wilber basiert. Und wenn ich einen Namen mehr als einmal höre, überkommt mich eben die Neugierde 😉

Seitdem ich Ken Wilber und Spiral Dynamics selbst gelesen habe, hat mich etwas gepackt. Ich genieße die neuen Wege und Räume im Denken, die ich durch diesen Ansatz dazu gewonnen habe.

Ein gelb denkender Mensch darf und kann immer auf die anderen Ebenen zurückgreifen, wenn es die äußeren Umstände angemessen oder gar notwendig erscheinen lassen und muss nichts abwerten.

Deshalb entspannt nichts tiefgreifender als gelbes Denken. Ich muss nicht mehr alles wissen. Ich muss nicht Recht haben. Ich muss gar nichts.

Ich darf. Und deshalb tue ich es. Ganz bewusst.

Mehr dazu und warum das nichts mit Beliebigkeit zu tun hat, an anderer Stelle.

Vielleicht wollt ihr auch kurz berichten, was ihr am gelben Denken schätzt oder wie ihr auf den integralen Ansatz gestoßen seid?

 

 

Spiral Dynamics – in aller Kürze

EADB1F58-71E7-4B05-99BD-04BEFDE15617Spiral Dynamics ist ein Modell für die Bewusstseinsentwicklung der Menschheit, dass sich auf eine breite empirische Grundlage stützt. Die Theorie wurde erstmals von einem Psychologieprofessor namens Clare W. Graves formuliert und später von Don Edward Beck und Christopher C. Cowan ergänzt und fortgeführt.

Im Mittelpunkt stehen die sog. „Meme“. Mit Memen sind eine Art „psychologische DNA“ gemeint, also geistige Informationseinheiten, die sich durch das Denken fortpflanzen. Diese Meme treten in größeren Organisationseinheiten auf, die sog. „Werte-Mems.“ Wenn von Spiral Dynamic die Rede ist, sind häufiger diese übergeordneten Mems gemeint.

Sie werden dabei der Einfachkeit halber mit einer Farbe bezeichnet. Diese dient sozusagen als Code. Diese Mems teilen sich gemeinsame Grundannahmen, Schwerpunkte, Werte und dementsprechende Entscheidungs- und Handlungsmuster. Sie sind an sich weder schlecht noch gut, sondern bestimmen die Art und Weise, wie ein Mensch denkt, nicht was er denkt.

Die Theorie geht davon aus, dass sich Bewusstsein – bestimmte Gedanken, Werthaltungen und dazu passende Verhaltensweisen – im Lauf der Menschheitsgeschichte in verschiedenen Etappen weiterentwickelt hat. Dabei wird die Entwicklung in der Form einer Spirale gedacht: Eine nächsthöhere Ebene schließt alle darunter liegenden Ebenen mit ein und integriert sie. Jede Ebene hat dabei ihre bleibende Berechtigung, auf die jeder Zeit wieder zurückgegriffen werden kann, soweit es die Umgebung nötig erscheinen lässt.

Die Entwicklung der Meme ist nach oben hin offen und verläuft von weniger komplexen zu komplexeren Systemen. Sowohl der einzelne als auch ganze Gesellschaften durchlaufen die Entwicklung von Mem zu Mem. Sie sind das Ergebnis der Wechselwirkung des Nervensystems und der Umgebung, an die sich das Denken anpasst. Deshalb können Menschen, die zur gleichen Zeit, aber an einem anderen Ort oder in gänzlich anderer Gesellschaft leben, ihren Schwerpunkt in ganz unterschiedlichen Memen haben. Neue Meme entstehen wellenförmig: Ein Mem steigt ab, das andere steigt auf.

Den wissenschaftlichen Hintergrund für diese Stufentheorie lieferte die Entwicklungspsychologie, die beobachtet hat, dass sich das Denken, die Wahrnehmung, die Wert, aber eben auch die Spiritualität eines Menschen im Laufe seines Lebens in typischen Mustern verändert und weiterentwickelt, wobei bei einer idealtypischen, gesund verlaufenden Entwicklung jeweils die nächsthöhere Stufe alle niedrigeren mit integriert – oder aber, gelingt das an einem Punkt nicht, Pathologien entstehen. Hierzu an anderer Stelle mehr.
Die bisherigen Meme pendeln auf der Spirale von einer starken Innenorientierung und Konzentration auf das „Ich“ zu einer starken Außenorierntierung und Komzentration auf das „Wir“, die Gemeinschaft, hin und her.
Sechs Meme zusammen bilden eine Gruppe. Die Autoren sprechen hier von First Tier für die ersten sechs Meme und von Second Tiers für die folgenden. Das gelbe Mem, die erste Stufe von Second Tier, ist das erste Mem, das den Wert und Sinn der anderen Meme erkennt und für sich stehen lässt, ohne diese abzulehnen oder zu bekämpfen.

Doch hier meine (äußerst) kompakte und grobe Kurzfassung der Meme:

Beige: das instiktive Mem. Es geht ums nackte Überleben und die Erfüllung der existentiellen Bedürfnisse. Säuglinge, Alte, Kranke, Hungernde etc.

Purpur: das Clan Mem. Es geht um Sicherheit und Verbundenheit durch die Gemeinschaft. Magisches Denken. Kleinkind, Ureinwohner etc. Steinzeit.

Rot: das egozentrische Mem. Es geht um Durchsetzung, Herrschaft und Macht. Pubertät, Krieger, Diktator etc.

Blau: das Sinn betonende Mem. Es geht um Wahrheit, Ordnung, Schuld und Aufopferung. Traditionalisten, Fundamentalisten etc. Mittelalter.

Orange: das strategische Mem. Es geht um Leistung, Fortschritt und Wohlstand. Unternehmer, Manager, Banker, Wissenschaftler etc. Zeitalter der Aufklärung.

Grün: das relativistische Mem. Es geht um Harmonie, Gleichheit und Toleranz. Ökos, Ehrenamtliche, Idealisten etc. Postmoderne.

Gelb: das systemische Mem. Es geht um eine stete Entwicklung und Streben nach Ganzheitlichkeit. 21. Jahrhundert.

Türkis: das holistische Mem. Es geht um Verbundenheit mit dem, was ist.

Für eine ausführliche Erklärung empfehle ich:
http://one-mind.net/spiral-dynamics/

sowie das Buch „Don Edward Beck, Christopher C. Cowan: Spiral Dynamics. Eine Landkarte für Business und Gesellschaft im 21. Jahrhundert.“

Dieser Rahmen bringt einige Vorteile mit sich, die zugleich mit Problematiken verbunden sind: Es wird klar, warum Menschen, die auf verschiedenen Bewusstseinsstufen stehen, Schwierigkeiten haben, sich gegenseitig zu verstehen oder auch zu akzeptieren. Das Wissen um diese Stufen kann dazu führen, dass man Gedanken oder Glaubenssätze eines anderen einordnen und verstehen kann, ohne dass man diese teilen muss. Gleichzeitig ist es gefährlich, insofern es Schubladendenken fördern kann oder gar dazu führen, dass sich jemand, der sich auf einer höheren Bewusstseinsstufe wähnt, über andere erhebt bzw. diese das Gefühl bekommen, in ihrem Denken abgewertet zu werden.

 

 

 

War Jesus selbst integral?

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Der Autor Jonas wirft in seinem Artikel

http://one-mind.net/second-tier-thinking-war-jesus-integral/

die spannende Frage auf, ob Jesus selbst integral war. Diese wirft zwei Folgefragen auf, nämlich, wie wir das integrale Modell verstehen, linear oder zyklisch, und daraus folgend ob es überhaupt möglich ist, dass jemand in der Zeit von Jesus bereits integral dachte, da ja die Bewusstseinsentwicklung der Umgebung auf einem ganz anderen Level stand. Schlussendlich bleibt es Glaubenssache, muss auch der Autor zugeben.

Für mich ist die Frage, ob Jesus integral gewesen sein könnte, eindeutig mit ja zu beantworten. Wenn Jesus in sehr engem Austausch mit dem Göttlichen stand, in dem die Zeiten Vergangenheit. Gegenwart und Zukunft, zusammenfallen, konnte er selbstverständlich auch integrale Gedanken empfangen, vermutlich sogar noch darüber hinausgehend aus einer Ebene menschlicher Entwicklung, die wir noch gar nicht kennen. Und es gab schließlich immer Menschen, die ihren Mitmenschen gedanklich weit voraus waren. Dass er sie auch anderen weitervermitteln konnte, bleibt dabei äußerst fraglich. Die allermeisten werden dann so gut wie nichts von dem, was er lehrte, verstanden haben.

Die Frage, ob er es denn wirklich war, hingegen muss wohl offen bleiben.
Denn auch ein „professioneller“ Blick in die Bibel hilft dabei leider auch nicht weiter. Wir wissen nicht, was Jesus wirklich gesagt hat und was ihm im Nachhinein angedichtet wurde. Wir können Vermutungen und Thesen dazu aufstellen und mutmaßen, was mehr oder weniger wahrscheinlich ist. Durch eine Rückübersetzung ins Aramäische kommen wir dem Wortsinn möglicherweise näher, wie es von Franz Alt in „Was Jesus wirklich gesagt hat. Eine Auferweckung“ versucht wurde. Aber auch dieses Buch ist nur ein weiterer deutlicher Beweis dafür, dass alles an unserem ganz persönlichen Jesus-Bild liegt, der Hermeneutik, der Brille, durch die wir die Worte lesen. Oft genug eine Projektionsfläche für all das, was wir verehren, für gut und richtig halten. Das ist das ernüchternde, wenn auch abzusehende Ergebnis jahrzehntelanger Forschung, man vergleiche nur einmal die vielen sich widersprechenden Hypothesen dazu.

Ein Beispiel: Für manche ist der Gedanke an ein jüngstes Gericht DER zentrale Inhalt von Jesu Botschaft, dann läge sein Wertesystem eher in blau, für andere sind eben jene Passagen ihm im Nachhinein angedichtet worden, für diese wäre er eher dem grünen Mem zuzuordnen. Und. Und. Und. In all diesen Aussagen spiegelt sich viel mehr das Mem desjenigen, der die Texte liest.

Das einzige, worin sich alle einig sind, ist, dass er Menschen heilen konnte und dafür – im Gegensatz zu vielen anderen – kein Geld verlangt hat. Ob das ging, weil er integral dachte und handelte? Möglicherweise. Mit der integralen Brille sage ich, ja, er konnte es deshalb so gut, weil er immer das Große Ganze im Blick hatte, alle vier Quadranten, die spirituelle Entwicklung des einzelnen als auch der Gesellschaft.

Schlussendlich ändert es für uns Christen auch gar nichts, ob Jesus als „integral“ gelten kann oder nicht. „Integral“ ist ein heute aktuelles Konzept, das heute und jetzt von uns verwendet werden kann, um Dinge besser zu verstehen, einzuordnen und dementsprechend zu handeln. Und der himmlische Jesus – seine zeitlose Seele – liegt ohnehin jenseits jeder Definition.

Was meint ihr dazu?

Was bedeutet eigentlich „integral“?

Die Gründer des Integralen Forums definieren es so: „Integral“ bedeutet […] eine umfassende, ausgewogene und ganzheitliche Weltsicht.

Es gibt verschiedene denkerische Ansätze, die als „integral“ bezeichnet werden, die eben dieses Streben nach Ganzheitlichkeit auszeichnet. Dazu gehören u.a. Ken Wilber und die Autoren von „Spiral Dynamics“ Don Edward Beck und Christopher C. Cowan. Als weitere Denker werden oft Pierre Teilhard de Chardin, Sri Aurobindo und Jean Gebser genannt. (Kein Anspruch auf Vollständigkeit!)

Wenn ich auf diesem Blog von „integral“ spreche, meine ich diese Ansätze und die damit verbundene spirituelle (Meta-)Weltanschauung.