Integral die Bibel lesen

Zeugnis und Beschleunigung der Entwicklung menschlichen Bewusstseins

Wie liest ein integraler Christ vermutlich die Bibel?

  • Zunächst wohl historisch-kritisch, der Aufklärung verpflichtet: Als eine Sammlung zahlreicher religiöser Schriften von verschiedenen Autoren verschiedener Zeiten und Kontexte. Dem Gedanken der menschlichen Freiheit verpflichtet, gehen wir davon aus, dass die Texte durchaus durch direkte Gotteserfahrungen oder -begegnungen inspiriert wurden, doch kein wortwörtliches Diktat eines höheren Wesens darstellen, dass dem Schreiber keine Wahl gelassen hätte, diese Erfahrungen auf ganz eigene, persönliche Weise zu verstehen und auszudrücken.
  • Weiter mit dem Bewusstsein, dass es viele mögliche angemessene und nicht die eine richtige Deutung für die Texte gibt.
  • Und schließlich: Mit dem Wissen um die Bewusstseinsstufen von Menschen und Kulturen, die diese Schriften beeinflusst haben. Mit Spiral Dynamics oder ähnlichen Modellen kommt – meinem Eindruck nach – eine völlig neue Dimension hinzu, die bisher in der Bibelauslegung zu wenig berücksichtigt wird.

Natürlich ist jedem, auch dem, der nicht mit der integralen Theorie oder der Bewusstseinsentwicklung des Menschen nicht vertraut ist, klar, dass es immer zwei Filter gibt, die unser Verstehen (jeglicher Texte) beeinflussen:

  1. Den Wahrnehmungsfilter derjenigen, die den Text ursprünglich verfasst haben
  2. Den Wahrnehmungsfilter derjenigen, die den Text heute lesen und zu verstehen suchen

Mit Wahrnehmungsfilter meine ich, dass jeder Mensch bewusst oder unbewusst ununterbrochen auswählt, was er wahrnimmt und wie er es wahrnimmt.

Jede Erfahrung wird durch das Vorverständnis desjenigen, der sie macht, wesentlich geprägt: Seine Persönlichkeit, seine Kultur, seine Vorerfahrungen, seine Art zu denken. Doch erst durch die moderne Entwicklungspsychologie sind wir uns über das Ausmaß bewusst geworden, in welchem sich das Denken verschiedener Menschen voneinander unterscheiden kann. Ein Mensch auf der Stufe Purpur (Code von Spiral Dynamics) kann die Erfahrung eines auf der Stufe Orange (auch bei bestem Willen!) nicht verstehen, nachvollziehen oder gar teilen, genauso umgekehrt. Nicht unbedingt, weil das eine komplexer oder simpler ist als das andere, sondern einfach, weil die Umgebungen und die Umstände, mit denen die Menschen zu tun haben, gänzlich andere sind. Unser Gehirn ist derart anders strukturiert, dass wir es nicht begreifen können, wie ein anderer Mensch so denken, fühlen und handeln kann.

Schauen wir uns das einmal konkret an einigen Beispielen aus der Bibel an:

Es ist völlig natürlich, wenn wir es befremdlich finden, dass Abraham seinen Sohn Isaak opfern wollte, ein ganzes Volk um einen goldenen Stier tanzt oder einen Sündenbock in die Wüste schickt. So etwas macht hier einfach niemand mehr: Unsere Werte und unser Gottesverständnis ist im Allgemeinen ein anderes. Zwischen dieser Art der Religiosität und der unseren liegen einfach zu viele Stufen.

Wenn wir etwas als primitiv, anstößig oder problematisch empfinden, ist das ein Zeichen dafür, dass unsere eigene Religiosität den Schwerpunkt auf einer anderen Bewusstseinsstufe (Mem) hat. Und wenn uns etwas unglaubwürdig, abgefahren oder unerreichbar erscheint, (oder auch, wie im Falle von Jesus meistens geschehen, als unwiederholbar und einzigartig) könnte das also ein Hinweis darauf sein, dass wir es mit einer höheren Bewusstseinsstufe zu tun haben, die sich uns noch nicht erschlossen hat. Zum Beispiel fand und finde ich die Pfingstgeschichte immer noch seltsam: Wie können die Jünger in fremden Sprachen sprechen, die sie nie gelernt haben? Warum hören sie ein Sausen, warum sind sie wie betrunken – was passiert da? Den meisten Menschen, mit denen ich darüber gesprochen habe, geht es ähnlich. Doch Menschen, die bereits selbst ähnliches erlebt haben, z.B. in einer charismatischen Gemeinde, verstehen solche Texte plötzlich gänzlich neu. Andere Beispiele wären die Verklärung Jesu, die Auferweckung des Lazarus oder Jesu Worte am Ende des Markusevangeliums (Mk 16,17f.):

In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen sprechen; wenn sie Schlangen anfassen oder ein tödliches Gift trinken, wird ihnen das nicht schaden; Kranke, denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden.

Ein Mystiker oder Heiler, der über eine oder mehrere dieser Gaben verfügt, wird den Text anders lesen als jemand, der keinen Zugang zu derlei Fähigkeiten hat. Und ein Mensch, der bereits eine Erfahrung des Einsseins mit Gott gemacht hat, versteht die Worte: „Ich und der Vater sind eins“ ebenfalls anders und neu.

Ohne eigene spirituelle Praxis und persönliche Kenntnis tieferer Bewusstseinszustände verlieren viele hochprofessionelle Bibelübersetzer und Exegeten das Gespür für die entscheidende mystische Tiefendimension der biblischen Texte.

(Marion Küstenmacher, Integrales Christentum, S. 279)

Wie gehen wir mit diesen Erkenntnissen um?

Zunächst lassen sie uns die Texte mit anderen Augen lesen:

  • Wir finden überall Stufen verschiedener Bewusstseinsstufen. Ja, jeder Text enthält verschiedene Schichten und Anknüpfungspunkte für jede Stufe: Deshalb können ein kleines Kind und eine alte Oma demselben Text jeweils etwas unterschiedliches abgewinnen. Und das ist doch toll so!
  • Wir werden sensibler gegenüber den Reaktionen, die ein Text in uns auslöst: Widerstand, Abscheu, Staunen oder Wut. Aus: „Wie kann so ein Satz nur in der Bibel stehen?“ wird zunächst neutral zu: „Dieser Satz zeugt von dieser oder jenen Stufe, die in diesem oder jenem Kontext angemessen war.“
  • Wir können fragen: Welche Sehnsucht steht hinter diesem Satz, dieser Erzählung? Welches Weltbild? Welche Werte? Gibt es dennoch eine Erkenntnis, die mir der Text vermitteln kann?
  • Ohne eigene authentische Gotteserfahrungen bleibt die Bibel ein durch und durch unverständliches und anstößiges Buch. Aus unsrer Erfahrung in Kontemplation und Aktion lesen wir die Bibel dagegen mit immer tiefer gehendem Verständnis.

Manchmal kann die Erkenntnis einfach sein: „Wie gut, dass ich heute anders denken kann und mir einige Worte Jesu dabei geholfen haben, das zu tun. Z.B. Jesus hat mir die Idee der Feindesliebe eingegeben und deshalb sind mir Erzählungen von Krieg und Gemetzel zuwider. Aber ich verstehe, dass der Autor in Umständen gelebt hat, in denen es primär um das Überleben des Stärkeren ging und dabei waren ihm seine Vorstellungen (zeitlich begrenzt) hilfreich.“

Wir können heute einfach nicht mehr annehmen, dass jedes Wort der Bibel von „Gott“ inspiriert worden ist. Im Buch Josua lesen wir, dass Gott befahl alle Menschen, auch alle Kinder, umzubringen. Die Autoren, die das schrieben, dachten sich von „Gott“ inspiriert, wir aber nicht mehr.

Wir müssen verstehen, dass die Geschichte der hebräischen Schriften, die Geschichte der Nachkommen Abrams, die Geschichte eines sich entwickelten Bewusstseins ist. Hier entwickelte sich etwas über viele Stufen. Manchmal gab es große Sprünge, meistens aber ging es sehr langsam voran.

(Markus Roll, deutscher integraler Theologe aus Berlin, https://www.santablacksheep.com/shop/)

Meine These ist:

Die Bibel ist eines der faszinierendsten Zeugnisse menschlicher Bewusstseinsentwicklung überhaupt – und gleichzeitig beschleunigte sie bei denen, die sie lasen, deren Bewusstseinsentwicklung.

Was meint ihr?

„Ihr seid Götter!“

Die uns eigene zeitlose und raumlose Innerlichkeit ist niemand anderer als Gott.

Allen Lesern meines Blogs wünsche ich ein gesegnetes frohes neues Jahr! Es freut mich, dass der Blog im vergangenen Jahr gut angelaufen ist und ich bin gespannt, wie er sich in diesem Jahr weiter entwickeln wird – allen, die meine Artikel lesen und fleißig teilen, herzlichen Dank dafür!

Heute möchte ich euch zu Beginn des Jahres etwas mitgeben, was für den einen oder anderen ein alter Hut sein mag, sich für mich aber vor kurzem noch einmal in gänzlich neuer Tiefe und Intensität erschlossen hat: In einem abendlichen Adventgottesdienst, während dem Singen in der von Kerzen erleuchteten Dunkelheit, da war sie plötzlich da, eine neue, unerschütterliche Gewissheit, eine Art Mini-Erleuchtung, die mich nie wieder ganz verlassen wird.

Iсh erinnerte mich an einen Satz, den ich neulich bei Jim Marion gelesen und auf Anhieb geliebt habe. Jim Marion knüpft darin zunächst an eine Erfahrung an, die wir Menschen alle mehr oder weniger gut kennen: Dass ein Teil von uns, während wir aufwachsen und älter werden und unsere Erfahrungen machen, immer gleich zu bleiben scheint. Dieser Teil bleibt völlig unabhängig davon, was wir im Spiegel sehen, er bleibt auch eigentümlich unberührt davon, wenn wir auf einer anderen Ebene heftige Emotionen erleben wie Wut, Angst oder Schmerz, ja er scheint geradezu unfähig dazu, diese zu empfinden.

Dieser Teil von uns scheint zeitlos (und es ist auch tatsächlich). Er scheint auch raumlos (und ist es auch tatsächlich), da er sich nicht im Geringsten verändert hat, auch wenn wir jetzt in Kalifornien leben, unsere Kindheit dagegen in Illinois verbracht haben. Diese uns eigene zeitlose und raumlose Innerlichkeit (die der zeit- und raumlosen Innerlichkeit in allen anderen Menschen entspricht), ist niemand anderer als Gott.

(Jim Marion, Der Weg zum Christusbewusstsein, S. 192)

Und plötzlich – bang! – war Gott überall, in mir, in den anderen, im Fenster, in der Musik. Es ist so einfach und taucht doch alles in neues Licht, wenn es tief einsickert in uns.

Ich und viele andere integrale Christen glauben, dass Jesus aus einem tiefen Bewusstsein heraus gelebt hat, dass sein Wesenskern und Gott identisch sind.

Jesus sollte mit dem Tode bestraft werden, weil er sich selbst göttlich nannte:

Da hoben die Anwesenden wieder Steine auf, um ihn zu steinigen. Jesus hielt ihnen entgegen: »Ich habe im Auftrag des Vaters vor euren Augen viele gute Taten vollbracht. Für welche dieser Taten wollt ihr mich steinigen?« Die Juden antworteten ihm: »Wir steinigen dich nicht wegen einer guten Tat, sondern wegen Gotteslästerung: Du bist ein Mensch und gibst dich selbst als Gott aus.«

Jesus antwortete ihnen: »Steht nicht sogar in eurem Gesetz: ›Ich habe gesagt: Ihr seid Götter‹? (zitiert wörtlich Psalm 82,6)

Das Gesetz nennt also diejenigen Götter, an die Gott sein Wort richtete. Und die Heilige Schrift darf man ja nicht aufheben! Der Vater hat mich zu seinem Vertreter gemacht und in diese Welt geschickt. Wie könnt ihr mir Gotteslästerung vorwerfen, wenn ich sage: ›Ich bin der Sohn Gottes? Wenn das, was ich tue, nicht das Werk meines Vaters ist, dann braucht ihr mir nicht zu glauben. Wenn ich aber solche Taten vollbringe, dann glaubt wenigstens ihnen, wenn ihr mir schon nicht glauben wollt. An diesen Taten sollt ihr erkennen und immer sicherer werden: Der Vater ist in mir gegenwärtig und ich bin im Vater gegenwärtig.« Da versuchten die Anwesenden erneut, ihn festzunehmen. Aber er konnte ihnen entkommen.

(Johannes 10, Basis Bibel, www.die-bibel.de)

Jesus wusste: Ich bin Gottes Sohn. Doch er behauptete an keiner Stelle, dass er der einzige Sohn Gottes war. Indem kirchliche Lehre Jesus zum einzigen Sohn Gottes erklärt, verhindert sie bis heute erfolgreich, dass andere ihre Sohn- und Tochterschaft im vollen Sinne erkennen können. Auch wenn Menschen es ahnen, spüren, glauben – es darf ja nicht sein! Jesus ist immer irgendwie „mehr Gott“ als andere, der „einzig geborene Sohn“. Das geht so weit, dass manche bis heute an der Idee festhalten, Gott sei „männlich“, da er sich ja in einem Mann geoffenbart hat – wie wenn Gott da irgendwo hoch droben ein eindeutiges biologisches Geschlechtsmerkmal hätte 😉

Wir glauben irrtümlicherweise, dass Jesus – und nur Jesus – Gottes Sohn war und dass alle anderen Menschen darum geringer als Jesu sind. (Jim Marion, S.202)

Dem ist nicht so! Ja, als Persönlichkeit ist Jesus einzigartig: Nur er konnte das tun, was er getan hat und nur er hat es getan. Doch wir alle haben dieselbe menschlich-göttliche Natur, denselben Wesenskern, diese raum- und zeitlose Innerlichkeit. Durch JEDEN MENSCHEN FLIESST GOTTES ATEM GLEICHERMASSEN. Und jeder hat darin seinen Platz, seine Berufung, seine Funktion, seinen Sinn. Nur weil wir außerhalb von Raum und Zeit so untrennbar miteinander verbunden sind, kann Jesus überhaupt auf unsere Seele, unseren Wesenskern, Einfluss haben und uns erlösen – von den zahlreichen Verstrickungen in der Raumzeit. Und nur indem wir diese Verbundenheit erkennen, werden wir fähig dazu, jeden Menschen bedingungslos zu lieben.

In den orthodoxen Kirchen ist dieser Irrtum übrigens weit weniger ausgeprägt, da die „Vergöttlichung (Theosis)“ direkt angestrebt wird. Mir scheint bis heute, dass sie da irgendwie wesentlich mehr verstanden oder bewahrt haben…

Ich glaube nicht, dass Jesus uns klein machen wollte oder uns minderwertig fühlen lassen. Er hätte vermutlich kein Problem damit gehabt, wenn Petrus genauso auf dem Wasser gewandelt wäre wie er oder seine Jünger so viele Kranken geheilt hätten wie er – ganz im Gegenteil, er hätte sich gefreut. Sonst hätte er doch nicht folgendes gesagt:

Der Vater ist immer in mir gegenwärtig. Er vollbringt seine Taten durch mich. Glaubt mir: Ich bin im Vater gegenwärtig und der Vater ist in mir gegenwärtig. Wenn ihr das so nicht glauben könnt, dann glaubt es wenigstens wegen der Taten. Amen, amen, das sage ich euch: Wer mir (Änderung d.Verf.) glaubt, wird genau solche Taten vollbringen, wie ich sie vollbringe. Ja, er wird sogar noch größere Taten vollbringen, als ich sie vollbracht habe.

(Johannes 14, Basis Bibel, http://www.die-bibel.de)

Es ist unsere schöne und herausfordernde Aufgabe, die Göttlichkeit in uns und anderen Menschen zu erkennen und zu feiern. Aus welchem Grund sonst hätte Jesus sagen können: „Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, habt ihr mir getan.“ (Matthäus 25), wenn nicht aus diesem, dass wir im tiefsten Inneren eins sind, dass in unserer Innerlichkeit wir alle mit Gott selbst zusammenfallen.

Jim Marion – Christusbewusstsein

„Das erste Buch, das in aller Klarheit den gesamten spirituellen Weg des Christentums beschreibt“

Heute will ich euch das Buch „Der Weg zum Christusbewusstsein. Eine Landkarte für spirituelles Wachstum in die Tiefe der Seele“ von Jim Marion vorstellen.

Auf dem Buchrücken heißt es:

Gestützt auf das Werk des bekannten Bewusstseinsforschers Ken Wilber – der das Vorwort zu diesem Buch geschrieben hat – und auf das Modell der stufenweisen Bewusstseinsentwicklung, zeichnet der Verfasser unter Berücksichtigung der neuesten Erkenntnisse auf dem Gebiet der Psychologie, der auch des Neuen Testaments und so bedeutender christlicher Mystiker wie Teresa von Avila und Johannes vom Kreuz eine Karte, die uns Schritt für Schritt zu dem Bewusstsein hinführt, das Jesus als das Reich Gottes bezeichnete – zur höchsten Stufe der spirituellen Entwicklung des Menschen.

Er selbst bezeichnet es in der Einführung als

das erste Buch, das in aller Klarheit den gesamten spirituellen Weg des Christentums beschreibt. (S. 15)

Ken Wilber stimmt dem in seinem Vorwort zu und erklärt, was es damit auf sich hat:

Das klingt zunächst recht grandios […] ist […] jedoch weit weniger grandios, als [es] klingt. Denn mit dem „gesamten Weg“ meint Jim Marion einen Weg, der nicht nur die grundlegenden Stufen spiritueller Entwicklung umfasst, die von den großen Weisen und Heiligen so unübertrefflich beschrieben wurden, sondern auch die psychologischen Entwicklungsstufen, die erst kürzlich von modernen Entwicklungspsychologen {wie Jean Piaget, Jane Loevinger, Robert Kenan, Lawrence Kohlberg und Carol Giligan) entdeckt wurden. Ein wirklich vollständiger Weg würde [diese Stufen, Erg.] miteinander verbinden. (S. 13)

Die Verknüpfung der Stufen und deren Bezeichnung übernimmt Jim Marion eins zu eins von Ken Wilber. Was sein Buch eigentlich erst originell macht, ist die Verknüpfung mit seiner extrem offen geschilderten Erzählung seiner eigenen spirituellen Biografie.

Jim Marion trat mit fünfzehn Jahren in ein katholisches Kloster ein, das er siebeneinhalb Jahre später wieder verließ. Danach machte er Karriere als Jurist. Lange Zeit rang er mit seiner Homosexualität, bis er schließlich seinen Frieden damit fand.

Die Kern-Thesen seines Buches sind:

  1. Jesus habe mit seiner Rede vom „Reich Gottes“ die höchste Stufe der spirituellen Entwicklung des Menschen gemeint – keinen Ort. Das Ziel eines jeden Menschen sei es, dieses Bewusstsein zu erlangen und so im Reich Gottes zu leben. In diesem wird keine Trennung mehr zwischen Gott und Mensch und zwischen Mensch und Mensch wahrgenommen.

Für Jesus und Mutter Teresa war die nicht-duale Schau dieser Welt keine Frage der Phantasie. Sie taten nicht nur so, als ob es zwischen ihnen und Gott oder zwischen ihnen und anderen Menschen keinerlei Trennung gäbe. […] In Wahrheit war es ihnen nicht möglich, auf andere Weise zu sehen

2. Die Kirche oder vielmehr die Menschen, aus der diese besteht, haben das bis heute häufig falsch gelehrt, weil sie noch nicht die Entwicklungsstufe erreicht haben, auf der sie fähig sind, diese Wahrheit zu erkennen. Jede Religion neige deshalb nach dem Tod ihrer Gründer zu einem Rückschritt.

Sie verstehen und interpretieren diese Mystiker immerzu falsch, weil die Stufe ihres eigenen spirituellen Bewusstseins noch nicht hoch genug ist, um erkennen zu können, wovon die Mystiker sprechen.

3. Jesus selbst habe vor zwei Problemen gestanden: Erstens übersteige das nonduale Bewusstsein den Verstand des Menschen und lasse sich deshalb mit Worten nicht hinreichend ausdrücken. Zweitens konnte nur derjenige Jesus richtig verstehen, der sich bereits selbst auf einer höheren Bewusstseinsstufe befand.

Selbst wenn die Schau des Reiches Gottes durch eine poetische oder metaphorische Sprache klar zum Ausdruck gebracht wird, können die Zuhörer oder Leser sie dennoch nur dann wirklich verstehen, wenn auch sie dieses nicht-duale Bewusstsein bereits verwirklicht haben.

4. Auf dem Weg zu diesem Ziel durchlaufe jeder Mensch einen Entwicklungspfad mit insgesamt neun Bewusstseinsstufen:

  1.  Archaisch
  2. Magisch
  3. Mythisch
  4. Rational
  5. Schau-Logik
  6. Medial
  7. Subtil
  8. Kausal
  9.  Non-Dual

5. In der Beschreibung dieser Stufen lehnt er sich eng an die Terminologie von Ken Wilber in dessen Eros, Logos, Kosmos an. Die ersten fünf Stufen stammen u.a. aus der Forschung zur kognitiven Entwicklung von Jean Piaget und den Kulturstudien von Jean Gebser. Die darauf folgenden noch höheren Stufen werden von Mystikern aller Traditionen beschrieben. Wenn euch das näher interessiert, werde ich sie hier demnächst ausführlich schildern.

6. Um den Übergang zum subtilen und schließlich kausalen Bewusstsein (auch Christusbewusstsein) zu beschreiben, bedient er sich Schilderungen aus der christlichen Tradition. Die „Dunkle Nacht der Sinne“ führt in das subtile Bewusstsein hinein, die „Dunklen Nacht der Seele“ schließlich in das Christusbewusstsein, die kausale Stufe. Diese bezeichnen äußerst schwierige Lebensphasen im Anschluss an eine intensive Meditation- und Gebetspraxis, in denen alte negative Emotionen und Neurosen frei werden.

Für mich war es das traumatischste Ereignis in meinem Leben. Das Entsetzen ist unbeschreiblich. 

7. Weil nicht jeder/kein Mensch in der Lage ist, innerhalb eines Lebens die neun Stufen des Bewusstseins zu durchlaufen, gäbe es die Reinkarnation.

Wer in diesem Leben die nicht-duale Bewusstseinsstufe nicht erreicht, muss in der Regel auf diesen oder auf einen anderen stofflichen Planeten zurückkehren, bis es ihm gelingt.

8. Jesus Christus sei als einziger Mensch bereits mit dem nondualen Bewusstsein zur Welt gekommen. Durch seinen Tod und seine Auferstehung habe er ein Sinnbild geliefert für den spirituellen Weg durch die dunkle Nacht der Seele hin zum nondualen Bewusstsein.

9. Für unseren eigenen Weg empfiehlt er eine konsequente, regelmäßige Praxis wie es die integrale Lebenspraxis sei.

10. Religion habe nur eine wesentliche Aufgabe, auf die sie sich zurück besinnen solle.

Die einzig grundlegende Aufgabe der Religion besteht darin, die Entwicklung des Bewusstseins zu beschleunigen.

Fragen, die mir bei der Lektüre spontan kamen, waren unter anderem:

  1. Der Autor scheint von der Praxis/Übungen christlicher Mystik (Jesus-Gebet, Herzensgebet, Sammlungsgebet etc.) äußerst wenig Kenntnisse zu besitzen und das im Jahr 2000. Sind diese immer noch derart unbekannt?
  2. Der Autor fügt im Anschluss an Ken Wilber die ersten fünf der kognitiven Entwicklung mit den letzteren vier der spirituellen Entwicklung zu neun Stufen zusammen. Diese Zusammenfügung ist eine spannende Idee und offensichtlich mit den Erfahrungen von Jim Marion kompatibel, aber derzeit wissenschaftlich nicht belegbar. Für den Bewusstseinsforscher Graves waren die Bewusstseinsstufen nach oben hin offen, da in der Zukunft liegend. Ist also des Rätsels Lösung, dass wir Jesus und andere Mystiker als Menschen der Zukunft verstehen, die uns vorgelebt haben, wie es mit der Menschheit als Ganzem weitergeht?
  3. Themen der heutigen Esoterik-Literatur, sind offenbar Themen der medialen Bewusstseinsstufe: Aura lesen, Channeling, Klarfühligkeit, Klarhörigkeit, Klarsichtigkeit etc. Ist das starke Interesse an Esoterik also eher als ein positives Zeichen zu werten, das davon zeugt, dass bereits viele Menschen sich dieser Ebene annähern (wollen)? Wie verhält sich das dann aber zu der Einschätzung von Spiral Dynamics, dass derzeit nur wenige Prozent der Menschheit die integrale Bewusstseinsstufe erklommen haben?
  4. Bei der Rede von der medialen Bewusstseinsstufe tauchen plötzlich wieder Engel, Luzifer, Dämonen etc. auf – wie lässt sich diese Rede von der auf einer prärationalen Stufe unterscheiden?

Ein wunderbares Interview von Janet Conner mit Jim Marion über sein Buch „Der Weg zum Christusbewusstsein“ und die Rolle, die Ken Wilber dabei gespielt hat, könnt ihr euch hier (auf Englisch) anhören:

https://www.unityonlineradio.org/soul-directed-life/jim-marion-author-putting-mind-christ-and-death-mythic-god

Modul GEIST: Wie erfahre ich Nondualität?

Der Begriff „Nondualität“ (im Englischen „Nonduality“) ist bisher im Deutschen kaum geläufig. Innerhalb der integralen Szene findet er jedoch ständig Verwendung, wenn es um spirituelle Erfahrung geht. Am tiefsten ist der Begriff in der Advaita-Tradition im Hinduismus verwurzelt.

Mit „Nondualität“ ist eine spezifische spirituelle Erfahrung gemeint, die jeder Mensch machen kann. Es ist keine außergewöhnliche, sondern alltägliche Erfahrung, der wir allerdings normalerweise keinerlei Bedeutung zumessen. Es ist die natürlichste und zugleich die tiefste Form der Mystik. Durch diese Erfahrungen kann uns klar werden, dass es nur eine Göttliche Realität gibt und dass keine fundamentale, wesenhaften Trennung zwischen Gott und Welt, Gott und Seele, Seele und Welt, oder Seele und Seele existiert.

Jeder Mensch macht die Erfahrung ständig, auch wenn er sich ihr nicht bewusst ist. Es ist die erste Erfahrung überhaupt, die Ur-Erfahrung, die Erfahrung, die aller anderer Erfahrung voraus geht. Bei dieser Erfahrung nehme ich wahr, ohne zu bewerten oder einzuordnen, was ich sehe: Ich bin eins mit dem, was ich wahrnehme.

Alles wird mir durch mein Bewusstsein vermittelt, kommt an diesem nicht vorbei: Ach die sogenannte objektive Realität. Alles, was ist, ist in mir, spielt sich in mir ab, taucht in mir auf. Die ganze Welt, die Bäume, die Straße, die Menschen sind zunächst nämlich nicht außen, sondern innen. Für den einen oder anderen mag das falsch klingen. Wir sind es gewohnt, uns und die Außenwelt als getrennt zu betrachten. Als zwei Dinge. Es ist ein tiefer Glaube, der allem, was wir tun, üblicherweise zugrunde liegt.

Beobachtet euch einmal dabei, wie ihr zum Beispiel einen Baum, eine Blume oder ein Haus anschaut, egal, was, sucht euch raus, was gerade vor eurer Nase ist.

Schon während ihr das tut, spaltet ihr euch auf in jemand, das wahrnimmt, und jemand der euch, den Wahrnehmenden, der den Gegenstand wahrnimmt. Als ob ihr zwei wärt.

Und jetzt fragt euch, wer ihr von den beiden seid. Die eine Erfahrung davon: „Der Beobachter“ ist primär, die zweite – ihr beobachtet euch quasi wie von außen – ist bereits ein Konstrukt des Gehirns. Weitere Konstrukte wären Kategorisierungen, Bewertungen, Überlegungen.

Der Konstruktivisten haben darauf aufmerksam gemacht, dass sich die Wirklichkeit und der Beobachter dieser nicht trennen lassen. Indem wir etwas wahrnehmen, verändern wir es bereits in unserem Kopf. Wir interpretieren ständig, bewusst oder unbewusst, was wir sehen, hören, riechen, schmecken etc.

Interpretieren in diesem Sinn heißt jedoch „trennen“: Die Welt und ich, der andere Mensch und ich, das Göttliche und ich. Ich und meine Gefühle. Wir sind das Subjekt und das/der/die andere ist das Objekt. Ich sehe meine Oma. Ich spüre den Regen. Da steht ein Baum. Das ist die dualistische Wahrnehmung.

Das Gegenteil davon ist die nondualistische. Wir nehmen einfach nur wahr, dass wir wahrnehmen. Es gibt kein außen und innen. Subjekt und Objekt fallen in eins. Die Gedanken stehen still. Ich bin einfach nur und alles ist in mir. Die nondualistische Wahrnehmung ist eine Einheitserfahrung. Wir „haben“ nicht Bewusstsein, wir sind bewusst. Das Bewusstsein selbst kann kein objektiver Gegenstand meiner Wahrnehmung werden. Sobald ich versuche, es dazu zu machen, erfahre ich, wer ich im tiefsten eigentlich bin: nämlich dieses Bewusstsein, das wahrnimmt. Diese Erfahrung kann das Ergebnis einer Selbsterforschung sein, was wir im tiefsten unter „Ich“ verstehen: Was ist dieses „Ich“, das bei jeder Erfahrung, die wir machen, gleich bleibt? Bin ich bewusst? (Siehe auch: Übung zur Erleuchtung).

Die Erfahrung kann uns aber auch geschenkt werden: In dem Erlebnis von Schönheit oder Liebe oder wenn eine Tätigkeit uns in einen tiefen Flow versetzt. Subjekt und Objekt verschmelzen.

Niemand erklärt so verständlich und einleuchtend, was mit dem Begriff „Nondualität“ gemeint ist wie Rupert Spira. Er hält weltweit Seminare, in denen er die nichtdualistische Weltsicht vermittelt.

Das passende Buch dazu: Rupert Spira, Bewusstsein ist alles: Über die Natur unserer Erfahrung, 2011.

Ergänzung: Für den deutschsprachigen Raum wurde ich auf Vincenzo aufmerksam gemacht, der es ebenfalls wunderbar versteht, zu erklären, um was es geht. Danke, Regina!

Aus einer nondualistischen Weltsicht folgt eine entsprechende Ethik: Wenn du und ich nicht getrennt sind, sondern eigentlich eins, weil jeder gleichermaßen diese Erfahrung macht, pures Bewusstsein zu sein, ist Jesu Regel: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ nicht mehr ein Gebot, dem ich Folge leisten sollte, sondern ein Verhalten, dass ganz natürlich der neuen Wahrnehmung der Wirklichkeit entspringt: Rassenideologie, ethnisches Denken, ja jede Form von herablassender Arroganz lassen sich nicht mehr aufrechterhalten, wenn ich im Anderen mich selbst sehe, wenn durch die Augen des anderen das selbe Bewusstsein scheint, durch das auch ich wahrnehme.

Hauptquelle: https://www.enlightened-spirituality.org/nondual-spirituality.html

Heiliger Geist = höherer Bewusstseinszustand = Christusbewusstsein?

Paul Smith schlägt in seinem Buch „Is your God Big Enough, Close Enough, You Enough? Jesus and the Three Faces of God“ vor, den Begriff „Heiliger Geist“ um der besseren Verständlichkeit willen durch den Begriff „Bewusstsein (consciousness)“ zu ersetzen.

Paul Smith schlägt in seinem Buch „Is your God Big Enough, Close Enough, You Enough? Jesus and the Three Faces of God“ vor, den Begriff „Heiliger Geist“ um der besseren Verständlichkeit willen durch den Begriff „Bewusstsein (consciousness)“ zu ersetzen.

„These ancient biblical metaphors and descriptions of spirit are today contained in the word „consciousness.“ (Diese uralten biblischen Metaphern und Beschreibungen des Geistes sind heute in dem Wort „Bewusstsein“ enthalten) S. 79

Er erklärt, dass die früheren Übersetzungen „Geist“ schrieben (und eben nicht „Bewusstsein“), weil das Wort „Bewusstsein“ und das Konzept dahinter, wie wir es heute verwenden, damals noch nicht existierte – dieses sei erst gegen Ende des 16. Jahrhunderts aufgekommen – häufig werde es John Lockes Erkenntnistheorie zugeschrieben.

Heute jedoch verständen wir unter dem Wort „Geist“ meist etwas anderes als unter dem Wort „Bewusstsein.“ Und gerade deshalb sei es sinnvoll, die Begriffe wieder zusammenzubringen, um eine Vorstellung miteinander zu verbinden, die sonst gedanklich getrennt bleibt.

Vorsicht ist allerdings geboten: Der Begriff „Bewusstsein“ ist auch in unserer Sprache äußerst mehrdeutig und was jeweils darunter genau verstanden wird abhängig von der jeweiligen Weltanschauung.

Tatsächlich liest und versteht sich der Text der Apostelgeschichte aber neu, wenn wir das einmal probeweise tun (Grundlage ist hier die Neue Genfer Übersetzung):

1, 8 „Wenn der Höherer Bewusstseins(zustand) auf euch herabkommt, werdet ihr mit seiner Kraft ausgerüstet werden, und das wird euch dazu befähigen, meine Zeugen zu sein…“

2, 4 „Alle wurden mit dem Höheren Bewusstseins(zustand) erfüllt, und sie begannen, in fremden Sprachen zu reden; jeder sprach so, wie der Höheren Bewusstseins(zustand) es ihm eingab.“

2,17 „Am Ende der Zeit‹, so sagt Gott, ›werde ich meinen Höheren Bewusstseins(zustand) über alle Menschen ausgießen. Dann werden eure Söhne und eure Töchter prophetisch reden; die Jüngeren unter euch werden Visionen haben und die Älteren prophetische Träume.“

Im Wikipedia-Artikel zu „Bewusstsein“ steht: „Im Christentum werden die Begriffe Seele und Geist (auch „Heiliger Geist“) scharf vom Geist des Menschen unterschieden.“ Paul Smith macht genau das Gegenteil: Er sagt, es handele sich um ein und dasselbe!

Erst durch diese Gleichsetzung wird nämlich möglich, den Zusammenhang zwischen Bewusstseinszuständen und den besonderen Vorkommnissen zu erklären, die für die frühe christliche Gemeinde typisch war: Ekstase, Spontanheilungen, das Wissen von fremden Sprachen, Verhaltensänderungen etc. Der „Heilige Geist“ ist nicht eine seltsame Person der Dreieinigkeit, mit der wir eigentlich nicht wirklich etwas anfangen können, oder ein Bestandteil der Formel „Gott, Vater und Heiliger Geist“ oder gar das Bild einer flatternden Taube. Er ist vielmehr ein Zustand, der uns alle überkommen kann. Oder für den wir uns durch Meditations- oder Gebetspraxis öffnen und empfänglich machen können.

Bewusstsein in seinem modernen Verständnis ist nicht auf Erklärungen reduzierbar. Es geht vielmehr jeder möglichen Erklärung immer voraus, da wir Zugriff auf Inhalte, Ideen, Wahrnehmungen etc. nur vermittels unseres Bewusstseins haben.

Hintergrund ist das sogenannte Qualia-Problem (oder Leib-Seele): Die qualitative Lücke zwischen bewusstem Erleben und der Erforschung der materiellen Grundlage des Bewusstseins. Ken Wilber löst diese Lücke durch die Einführung seines Quadranten, wo subjektiv und objektiv zu verschiedenen, gleichwertigen Perspektiven auf eine Sache werden.

Es würde demnach wenig Sinn machen, mit jemanden theoretisch über das Wirken des Heiligen Geistes zu philosophieren, der selbst noch nie einen solchen höheren Bewusstseinszustand erlebt hat, an sich selbst oder an einem anderen Menschen. Andernfalls verkommt das Reden über den Heiligen Geist zu einer toten Formel, einem künstlichen Abstraktum oder einem abenteuerlichen Gedankenkonstrukt.

Häufiger wird heute von der Vorstellung eines „nicht-lokalen-Bewusstseins.“ gesprochen. Manche nennen es auch „Quantenbewusstsein.“ Damit ist gemeint, dass die Inhalte des Bewusstseins sich nicht an einer bestimmten Stelle in unserem Gehirn befinden, sondern theoretisch von jedem Ort aus Zugriff auf diese Inhalte möglich ist. Durch die Annahme von einem solchen Bewusstsein können zahlreiche Phänomene erklärt werden, die andernfalls rätselhaft bleiben müssen, wie zB. Nahtoderlebnisse oder paranormale Fähigkeiten. Einige Physiker sind auch der Ansicht, dass es eine logische gedankliche Konsequenz der Quantentheorie ist. Durch ein solches Bewusstsein können wir uns die gesamte Menschheit, ja auch die Tier- und Pflanzenwelt als etwas denken, dass schlussendlich eins und ungetrennt ist: Ein in Raum und Zeit ausgefaltetes Gottesbewusstsein.

Wichtige Vertreter dieser These sind u.a. Pim Van Lommel, niederländischer Arzt und Nahtodforscher, Ervin Laszlo, ein ungarischer Wissenschaftsphilosoph und integraler Denker sowie sein Co-Autor Dennis Kingsley.

Ein Video zu dem Thema findet ihr hier:

Der „Heilige Geist“ wäre dann derjenige, der uns an diesem Bewusstsein teilhaben lässt. Wir könnten den „Heiligen Geist“ also „Höheres Bewusstsein“ oder „Gottesbewusstsein“ oder „Christusbewusstsein“ nennen.

Wie empfindet ihr diese Gleichsetzung – ist sie hilfreich, erhellend oder falsch?